… heu­te die ers­te Etap­pe mei­nes neu­en Lang­zeit­pro­jekts ‘Ent­lang der Havel von der Quel­le bis zur Mün­dung’, dies­mal wie­der zusam­men mit Cor­nell. Da die Havel­quel­le bzw. der Havel­be­ginn nur rela­tiv schwer in eine prak­ti­sche Tour inte­grier­bar ist, habe ich eine sehr schö­ne Stre­cke ent­lang des Müritz-Natio­nal­park­wegs sowie teil­wei­se einen selbst­ge­plan­ten Teil­ab­schnitt nach Waren an der Müritz ange­han­gen.

Obwohl der Ort des Havel­be­ginns als sym­bo­li­sche Quel­le etwas ent­täu­schend war, ist die­se Tour doch sehr emp­feh­lens­wert und gera­de in die­ser Zusam­men­stel­lung herr­lich. Geht man die Tour in der Rich­tung wie von uns gemacht, bie­tet sich in Waren an der Müritz noch eine klei­ne­re oder grö­ße­re Stadt­run­de zum Abschluss an.

Die Auf­zeich­nung die­ser Wan­de­rung von Cor­nell fin­det sich unter:
https://komoot.de/tour/32003278

Die Unter­la­gen für die Pla­nung der Lang­stre­cken­wan­de­rung ‘Ent­lang der Havel von der Quel­le bis zur Mün­dung’ hat mir freund­li­cher­wei­se Wan­der­le­gen­de & Wan­der­buch­au­tor Man­fred Reschke aus sei­nem per­sön­li­chen Archiv zur Ver­fü­gung gestellt. Ich wer­de die Etap­pen so anpas­sen, dass sie mög­lichst alle als Tages­tou­ren für ambi­tio­nier­te Wan­de­rer von Ber­lin aus mach­bar sind, und sie dann selbst abwan­dern und doku­men­tie­ren.

Falls jemand Inter­es­se an der Havel-Kom­plett­wan­de­rung hat, kann ich beglei­tend dazu sehr das Buch ‘Die Havel’ von Man­fred Reschke emp­feh­len:
https://trescher-verlag.de/reisefuehrer/deutschland/havel.html

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Infos und Tour­be­schrei­bung:

Die­se Etap­pe star­tet ent­ge­gen der Fluss­rich­tung der Havel in Krat­ze­burg, da so bes­ser der Rest des Zeit­fens­ters zur Rück­fahrt in Waren/Müritz über­brückt wer­den kann. In Krat­ze­burg wird zunächst ein kur­zer Abste­cher zur schö­nen Fach­werk-Dorf­kir­che gemacht, dabei wird bereits der hier noch sehr rinn­sal­ar­ti­ge Bach­ver­lauf der Havel über­quert. Anschlie­ßend geht es über die Dorf­stra­ße und an einer Klein­gar­ten­ko­lo­nie vor­bei zu einem Feld­weg, dem nun sehr schön am Ran­de des Auen­tals der Havel gefolgt wird bis zur klei­nen Sied­lung & Feri­en­an­la­ge Dam­beck mit Zugang zum Dam­be­cker See.

Es schließt sich ein län­ge­rer Wald­ab­schnitt an, an des­sen Ende sich auf einer Lich­tung der sym­bo­li­sche ‘Havel­be­ginn’ befin­det. Da der genaue Ursprung der Havel sich aus einem grö­ße­ren Quell­ge­biet speist, das mehr­fach von Men­schen­hand beein­flusst wur­de, ist an die­ser Stel­le im Jahr 2007 der offi­zi­el­le Havel­be­ginn ver­or­tet wor­den. Nach einem kur­zen Besuch an der Bade­stel­le des Müh­len­sees gleich um die Ecke geht es durch den Wald zum Forst­haus Ulrichs­hof, dann am Wald­rand ent­lang und über die Fel­der zur Sied­lung Born­hof.

Über die Fel­der und mit tol­lem Blick auf den Born­see, der als ursprüng­lichs­te Quel­le der Havel gilt, führt der Weg durch den Wald und an Mega­lith- und Hügel­grä­bern aus der Jung­stein­zeit vor­bei, dann geht es wie­der über die Fel­der in den Ort Bock­see hin­ein, der zu DDR-Zei­ten Stand­ort eines lan­des­weit wich­ti­gen Saat­zucht­be­triebs war. Durch einen schö­nen Buchen­wald führt der Weg danach leicht berg­auf, um danach spek­ta­ku­lär über die Fel­der mit Blick auf die hüge­li­ge Land­schaft rund­her­um wie­der berg­ab zu füh­ren in das Dorf Groß Dra­tow hin­ein.

Nach Ver­las­sen der Ort­schaft beginnt ein Abschnitt mit fast alm­ar­ti­gem Cha­rak­ter, an gro­ßen Vieh­wei­den vor­bei geht es durch die Hügel­land­schaft bis zum ehe­ma­li­gen Bahn­hof Char­lot­ten­hof. Von hier aus führt der Weg ein Stück an den Glei­sen ent­lang, über­quert die Bahn­stre­cke, und führt noch ein­mal durch ein Wald­ge­biet und am Wald­rand ent­lang bis zum öst­li­chen Orts­ein­gang von Waren. Anschlie­ßend wird der Stra­ße ‘Kie­bitz­berg’ und der Eich­holz­stra­ße gefolgt bis zur Kreis­mu­sik­schu­le, dann geht es über den Schwe­ri­ner Damm zur Alt­stadt mit der Mari­en­kir­che und dem Rat­haus am Markt­platz.

Über die Markt­stra­ße führt der Weg hin­ab zum Stadt­ha­fen, dann auf der Pro­me­na­de an der Bin­nen­mü­ritz ent­lang bis zum Mürit­ze­um. Nach Durch­que­rung des klei­nen Parks neben dem Her­ren­see wird abschlie­ßend über den Schwe­ri­ner Damm mit dem Bahn­hof Waren/Müritz das End­ziel die­ser Etap­pe erreicht.