… heute habe ich mal wie­der eine län­gere, selbst­er­stellte Wan­de­rung mit hohem Gewäs­ser­an­teil absol­viert, im nörd­li­chen Barnim. 

Lei­der sind die Fotos heute wegen der extrem schwie­ri­gen Licht­ver­hält­nisse nicht ganz mein Standard.

Die Stre­cke war sehr schön und ich kann sie des­halb emp­feh­len, zwei kleine Hin­weis aber:
1. Die Schleuse Lee­sen­brück ist pas­sier­bar, im Komoot-Kar­ten­ma­te­rial fehlt die Ver­bin­dung. Natür­lich kann man genauso auf der ande­ren Kanal­seite bis zur Brü­cke nach Mari­en­wer­der gehen und dort den Kanal überqueren.
2. Im Bereich zwi­schen Alten­hof und Joa­chims­thal bin ich den inof­fi­zi­el­len Pfad direkt am See­ufer gegan­gen. Er ist teil­weise sehr aben­teu­er­lich und bedarf unbe­dingt sehr guter Tritt­si­cher­heit und etwas Mut an eini­gen haa­ri­gen Pas­sa­gen in der Böschung. Ich rate dazu, im Zwei­fels­fall lie­ber den Umweg durch den Wald zu wählen. 

Danke für die Inspi­ra­tion zu eini­gen Abschnit­ten an Rob Ert.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der ein­sa­men Bahn­sta­tion Ruhls­dorf-Zer­pen­schleuse, fast direkt am Finow­ka­nal. Zunächst wird dem Kanal auf dem Rad­weg gefolgt, dabei wer­den der Zufluss des Wer­bel­lin­ka­nals und die Ruhls­dor­fer Schleuse pas­siert. An der fol­gen­den Schleuse, der Schleuse Lee­sen­brück, wird der Finow­ka­nal über­quert und es geht wei­ter bis nach Marienwerder.

Hier führt der Weg über die Bie­sen­tha­ler Straße auf die Kir­che zu, dort wird abge­bo­gen über die Stein­fur­ter Straße um den Ort herum bis zur Brü­cke über den Oder-Havel-Kanal. Nach Über­que­rung des Kanals geht es ein Stück durch den Wald und kurz am Pech­teich­see vor­bei. In der Folge muss für ein paar hun­dert Meter die viel­be­fah­rene Bun­des­straße genutzt wer­den, jen­seits der Leit­planke ist das aber gut möglich.

Bei der ers­ten Gele­gen­heit wird in ein ein­sa­mes Wald­ge­biet abge­bo­gen, erst ein Stück dem Pech­teich­see fol­gend, dann am Wer­bel­lin­ka­nal in einem Abstand ent­lang. Auf einem schma­len Pfad führt der Weg um den Gra­bow­see herum, danach auf einem tol­len Wald­weg und spä­ter als Wie­sen­weg­schneise durch den Ufer­sumpf zur Schleuse Rosen­beck und dem Rosenbecksee.

Der kleine Ort Rosen­beck wird durch­quert, dann geht es wei­ter auf dem mei­ner Mei­nung nach schöns­ten Abschnitt die­ser Tour, wobei einem schma­len Pfad direkt am Ufer des Wer­bel­lin­ka­nals gefolgt wird bis nach Eich­horst. An der Schleuse wird die Ufer­seite gewech­selt, auf einem asphal­tier­ten Pro­me­na­den­weg geht es am Kanal ent­lang bis zum sehens­wer­ten klei­nen Aska­nier­turm. Anschlie­ßend wird der Kanal aber­mals über­quert, dem hier begin­nen­den Wer­bel­lin­see wird wei­ter gefolgt auf etwas brei­te­ren Wald­we­gen bis nach Altenhof.

Nach Durch­que­rung des Ortes mit sei­ner Viel­zahl an Boots­an­le­ge­stel­len und Vil­len­grund­stü­cken auf dem Pro­me­na­den­weg wird dann ein sehr schma­ler und inof­fi­zi­el­ler Pfad direkt am Ufer genutzt, der zwar schön aber lei­der auch etwas gefähr­lich ist. Alter­na­tiv lässt sich der offi­zi­elle Wan­der­weg durch den Wald nut­zen, der Umweg hält sich dabei in Gren­zen. Auf den offi­zi­el­len See-Rund­wan­der­weg wird wie­der getrof­fen kurz vor Joa­chims­thal, ein Cam­ping­platz wird durch­quert und an der Sied­lung Jäger­berg wird der See end­gül­tig verlassen.

Nun geht es ein Stück berg­auf durch den Wald zu Chaus­see­straße, nach deren Über­que­rung gleich der Kai­ser­bahn­hof Wer­bel­lin­see erreicht ist, an dem diese Tour endet.