… am heu­ti­gen Oster­sonn­tag sollte es für mich nur eine kür­zere ‘Expe­ri­men­tal­tour’ wer­den, bei­der­seits der Havel zwi­schen Vel­ten und Bir­ken­wer­der. Das große Manko in dem Gebiet ist das Feh­len einer Brü­cke, die die natur­na­hen Berei­che attrak­tiv ver­bin­den könnte. Zum ers­ten Mal habe ich daher den Fuß­weg der Auto­bahn­brü­cke der A111 genutzt, bei der es vor Ort nur lapi­dar heißt, dass die Nut­zung der Trep­pen für Unbe­fugte ver­bo­ten ist. Da es aber keine Trep­pen gibt, son­dern nur fahr­rad­kom­pa­ti­ble Ram­pen, und diese auch einen stark fre­quen­tier­ten Ein­druck machen, wur­den die­ser Abschnitt Teil mei­ner Route.

So war ich bei die­ser Tour zum ers­ten Mal am Vel­te­ner Stich­ka­nal und tauchte auch aus­gie­big in den Kie­fern­forst öst­lich von Vel­ten ein, der einen skur­ri­len und deplat­ziert wir­ken­den Pla­ne­ten- & Natur­lehr­pfad beher­bergt. Der Teil öst­lich der Havel war ‘busi­ness as usual’ für mich, wobei die Sumpf­wie­sen aktu­ell gerade noch so ein Bege­hen zulie­ßen. In der Nie­der­heide habe ich dann noch eine Alter­na­tiv­route durch den Wald aus­ge­kund­schaf­tet, bevor es tra­di­tio­nell und schön wie immer auf dem Brie­se­steig zum Ziel ging.

Eine emp­feh­lens­werte und inter­es­sante Stre­cken­kom­bi­na­tion, gro­ßes Oster­ver­spre­chen! Dabei hängt es aber davon ab, inwie­fern man sich auf die weit und breit alter­na­tiv­lose Brü­cken­que­rung als ‘Grau­zone’ einlässt. 

Und bei ‘Eas­ter Pro­mise’ ist man ja als Asso­zia­tion auch gleich bei ‘Eas­tern Pro­mi­ses’: der Film ist nichts für Zart­be­sai­tete, aber ich halte ihn für das Meis­ter­werk von David Cro­nen­berg, gerade weil er so unty­pisch ist für den Regis­seur und sich in sei­ner Inten­si­tät als abso­lu­ter Klas­si­ker des har­ten Film Noir eta­bliert hat.

————–

Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt am Bahn­hof in Vel­ten, zunächst geht es an der Post­straße ent­lang, dann auf dem asphal­tier­ten Luch­wie­sen­weg nach Hei­de­krug. Die Sied­lung ‘Vel­ten Grün’ wird durch­quert und im Bogen durch den Wald der Stich­ka­nal erreicht. Des­sen öst­li­chem Ufer­pfad wird einige hun­dert Meter weit gefolgt, bevor der Weg durch den Wald zu einer brei­ten Strom­schneise führt. Nun geht es dem Pla­ne­ten- & Natur­lehr­pfad durch den Kie­fern­forst im Zick­zack zum Wald­aus­gang am Abzweig nach Hohen­schöp­ping, über den das Gast­haus zum Wei­ßen Schwan erreicht wird.

Nach dem Pas­sie­ren am Ufer der Havel wird diese über die Auto­bahn­brü­cke über­quert und auf der ande­ren Seite kurz die Asphalt­straße genutzt. Bei ers­ter Gele­gen­heit wird in die Sumpf­auen abge­bo­gen und der havel­nahe Pfad — soweit was­ser­stands­be­dingt mög­lich — began­gen auf dem Weg nach Nie­der­heide. Auf der Schil­ler­pro­me­nade wird die Havel­baude pas­siert und der mar­kierte Wan­der­weg durch den Kie­fern­wald abge­kürzt zum Beginn des Brie­se­steigs am Stol­per Weg.
Von hier ab wird der schöne die Briese beglei­tende und teils auf Boh­len­ste­gen ver­lau­fende Pro­me­na­den­weg durch die Sied­lun­gen genutzt, über den Sand­see­steig führt der Weg spä­ter zum Rat­haus in Bir­ken­wer­der und abschlie­ßend über die Clara-Zet­kin-Straße zum Ziel am S‑Bahnhof Birkenwerder.