… nach alter Tradition mache ich jedes Jahr an Karfreitag seit ich denken kann eine mehr oder weniger lange Wanderung als Form der ‘Selbstgeißelung’, die katholische Erziehung ist schuld ;-)
Da ich letztes Jahr bei meiner ‘brandenburgischen Osterquellentrilogie’ zum Osterwochenende ganz bewusst das Exemplar in Libbenichen am Rand des Oderbruchs ausgelassen hatte, ging es heute dorthin. Zufälligerweise fällt Ostern auch meist in die Zeit der in der Region ganz besonderen Blüte der seltenen Adonisröschen, und so war ich gespannt, ob mir das erzwungene Timing in die Karten spielen würde oder nicht.
Zu Beginn der Tour im ‘touristischen Mekka’ Mallnow war ich noch etwas enttäuscht von der Anzahl und der Attraktivität der Blüten, später dann wurde es — wie eigentlich immer — spektakulär entlang der typisch hoch aufragenden Hügel zwischen Carzig und Libbenichen. Dort hatte ich bisher selten den Zeitpunkt der Blüte so gut erwischt. Sehr auffällig übrigens, dass die Adonisröschen fast immer strikt nur an den südlichen sonnenzugewandten Hängen wachsen.
Die schöne Tour kannte ich prinzipiell bisher schon sehr gut, diesmal war aber der Fokus die — unspektakuläre — Quelle, weshalb ich einige empfehlenswerte Hangausblicke und Exkurse im zweiten Teil strich, um den Zug in Seelow für die Rückfahrt entspannt zu erreichen. Neu war bei dieser Tour für mich der Einstieg von Podelzig aus kommend in der Form nach Mallnow. Zwar musste ich so einige hundert Meter ‘offgrid’ am Ackerrand entlang, der Rest des naturbelassenen Weges — mit im Wald weidenden Pferden — entschädigte dann aber für die Mühe.
Und da natürlich der Titel der Tour nicht willkürlich gewählt ist, hier ‘Catholic Education’ von den großartigen Teenage Fanclub:
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet an der Bushaltestelle ‘Dorf’ in Podelzig, über die Schulstraße und am Sportplatz vorbei wird das Dorf südwestlich verlassen, dann der Asphaltstraße gefolgt. An der scharfen Rechtskurve geht es weiter geradeaus am Ackerrand entlang, später wird auf einen Feldweg getroffen, der naturbelassen und windungsreich zwischen den Hängen hindurchführt zum Einstieg in den Mallnower Adonisröschen-Rundweg.
In diesem Fall wird die ‘mittleren’ Variante begangen, durch die verwinkelte Landschaft mit einigen tollen Ausblicken in die kleinen Täler und weit ins Oderbruch hinein. Anschließend wird Mallnow mit seiner Kirchenruine durchquert, dann geht es weiter auf dem Feldweg ins kleinere Carzig, das ebenfalls mit einer Kirchenruine aufwarten kann.
Am Ortsrand und nach einer kleinen Waldpassage beginnt ein weiterer sehr schöner Abschnitt dieser Tour, wobei der Weg sich oft elegant um die sanft aufsteigenden Oderhänge herumschlängelt. Ein Stück weit verläuft der Weg auf der naturbelassenen alten Trasse der Bahn auf einem stellenweise imposanten Damm, später ein Stück auf dem Europafernwanderweg E11.
Anschließend geht es weniger naturbelassen an einigen Streusiedlungen und kleinen Ortschaften vorbei bis zum Rand von Seelow. Das Areal des Schweizerhauses wird umgangen und über die Straße ‘Am Bahnhof’ mit dem Bahnhof Seelow das Ziel dieser Tour erreicht.
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