… eigentlich sollte heute erneut eine Probe für eine Gruppenwanderung mit meinem vielfach bewährten Testkandidaten Wanderfreund ThomasKB nordöstlich von Berlin stattfinden, aber kurzfristige Ausfälle und Verspätungen auf der Berliner Stadtbahnstrecke erzwangen eine ‘Plan B’-Tour. So schnappte ich mir kurzerhand eine Route im Düppeler Forst aus meinen Archiven, die ich bereits vor knapp drei Jahren so gewandert war. Hätte ich doch nur vorab noch einmal ins ‘Kleingedruckte’ meiner Dokumentation von damals geschaut …
An sich ist diese Runde um den inzwischen stillgelegten nuklearen Berliner Experimentier-Reaktor (BER) im Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung im äußersten Südwesten des Stadtgebiets mit einigen weniger bekannten Waldabschnitten und über die renaturierte Deponie eine schöne Idee. Speziell den meist schmalen Waldpfad über den Schäferberg kann ich dabei sehr empfehlen. Außerdem geht es einmal komplett durch den historischen waldartigen Landschaftspark Glienicke, hier liegt aber tatsächlich das Problem: seit nunmehr 6(!!!) Jahren sind große Teile des Parks gesperrt wegen bruchgefährdeter Bäume und Äste, andererseits darf aus Gründen des Natur- und Artenschutzes sowie ‘der konservatorischen Belange der Gartendenkmalpflege’ nichts am gefährlichen Zustand verändert werden. Ein neues Totalreservat also, das da eher zufällig am Rande Berlins entsteht? Inzwischen ist seit knapp zwei Jahren auch der benachbarte Böttcherberg mit der Loggia Alexandra größtenteils gesperrt aus selbigen Gründen.
Ich bin gespannt darauf, wie lange man diese Patt-Situation aussitzen will. Anders ausgedrückt: Wann geht ‘akut’ in ‘chronisch’ über? Indessen gibt es längst überall bereits gut ausgetretene Trampelpfade um die halbherzigen Umzäunungen herum aber natürlich will und darf ich niemanden dazu animieren, die Strecke in der gezeigten Form nachzuwandern! Auch Thomas ist selbstverständlich im Gegensatz zu mir nach Vorschrift überall außen an den Absperrungen entlang gegangen.
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