… am heutigen Tag war ich als Teilnehmer bei der Tour ums schöne Rheinsberg dabei, die Kollege Heiner Majewski für den Märkischen Wanderbund führte. Trotz aktuell längerer Anfahrtszeit per Bahn fanden sich neben mir acht weitere Personen ein, die den Ausführungen von Heiner speziell zum Thema Prinz Heinrich folgten, der im Januar seinen 300. Geburtstag feierte und der maßgeblich zur Blüte von Rheinsberg mit seinem märchenhaften Schloss beitrug.
Als Prinz stand er trotz internationaler Tätigkeiten und Errungenschaften stets im Schatten seines wesentlich einflussreicheren und mächtigeren Bruders, des ‚Alten Fritz‘, aber auch ‘manches verstörte in seiner Biografie’, wie es in der Festschrift heißt …
Heiner führte uns in einer großen Schlaufe zunächst naturbelassen rund um den ‘Leuchtturm’, im Fokus stand im zweiten Teil natürlich der Schlosspark mit seinen Gebäuden im Bereich des südlichen Grienericksees. Nach einer abschließenden Einkehr im beschaulichen Städtchen ging es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Mir hat die kürzere Wanderung großen Spaß gemacht und ich habe so tatsächlich wieder einige Abschnitte und Details entdeckt, die ich bisher nicht kannte. Rheinsberg ist immer einen Besuch wert, auch wenn ich persönlich manchmal etwas mit der Gegend hadere bezüglich schöner langer, gut erreichbarer Naturwanderungen.
Besonders gefreut hat mich heute auch, Marina und Marco wiederzutreffen, mit denen ich vor knapp fünf Jahren einen Wanderbeitrag fürs ZDF aufgezeichnet hatte.
Wie der zweideutige Titel verrät, war auch unterwegs eine Schoko-Doppelkeksrolle im Spiel und irgendwie hatte sich Theo nach langer Abstinenz mal wieder heimlich in meinen Rucksack geschlichen ;-)
Hier die Aufzeichnung von:
Heiner: https://www.komoot.com/de-de/tour/2829386450
Marco: https://www.komoot.com/de-de/tour/2828649002
—————–
Infos und Tourbeschreibung:
Dies ist eine Rundtour, die am Bahnhof in Rheinsberg beginnt und endet. Zunächst geht es über den Rhinhöher Weg durch die Siedlungen zur Überquerung des Rhins, dann über die Bogenstraße, die Lindenallee und den Mühlenblick zur sehr gut erhaltenen Holländermühle auf der Anhöhe. Dem Feldweg wird gefolgt zur Pferdepension im Tal, weiter geht es im Wald zum ‘Leuchtturm’ auf einem kleinen Hügel. Dem inzwischen teilweise leicht zugewachsenen Verlauf des Europafernwanderwegs E10 wird gefolgt im abwechslungsreichen Terrain zur gepflasterten Braunsberger Straße, über diese hinweg geht es zu den Sendemasten und dann wieder hinab über die Felder zur Kreisstraße.
Hier wird der straßenbegleitende Radweg genutzt zurück nach Rheinsberg, von der Parkstraße wird abgezweigt in die Warenthinallee und auf dem Poetensteig die Malesherbes-Säule erreicht, etwas später die Katakombe. Im Bogen führt der Weg oberhalb des Böbereckensees naturbelassen zum Obelisken mit weitem Blick aufs Schloss, bevor es am Ufer des Grienericksees entlang zur Egeria-Grotte geht. Danach werden im Park die Feldsteingrotte, das Orangerierondell mit dem Salon, das Heckentheater und die Grabpyramide Heinrichs besucht, bevor der Weg übers Wasser hinüber zum Schloss führt.
Um das Schlossgebäude herum, am Kavaliershaus vorbei und durch die Altstadt führt der Weg über die Schloßstraße und die Lange Straße, danach durch die Rhinpassage mit ihren Keramikinstallationen, abschließend hinüber zur Berliner Straße, auf der wieder der Ausgangspunkt am Bahnhof erreicht wird.
Hinterlasse einen Kommentar