… heute war ich unterwegs auf einer spannenden ‘Arbeitswanderung’, bei der ich mich unterwegs intensiv zu verschiedenen wanderbezogenen Themen austauschte mit Olaf Siemens, einem langjährigen geschätzten komoot-Wanderfreund, der nun auch Leiter der Na-Tour-Gruppe des DAV in der Sektion Berlin ist und seit diesem Jahr selbst Wandergruppen führt.
Während wir die Tour um seinen Wohnort Kleinmachnow absolvierten, sprachen wir insbesondere darüber, wie komoot und diverse andere Portale, die zum Mit- oder Nachwandern animieren, das traditionelle Vereinswandern beeinflussen. Nach meinen nun 90 eigenen Wanderführungen in knapp sieben Jahren in verschiedensten Konstellationen und dutzenden ‘Gastauftritten’ als Teilnehmer in anderen geführten Vereinstouren bin ich immer noch unentschieden in meiner Erkenntnis, schätze aber natürlich sehr die mehr oder weniger vorhandene Begeisterung und die viele meist ehrenamtliche Arbeit und Vorbereitung, die dem immer in den Vereinen zugrundeliegt.
Olaf bot mir nebenbei heute zahlreiche Hintergrundinformationen zu der wohlhabenden und hübschen Gemeinde am Rande Berlins auf der gemeinsamen Runde, sodass sich bei mir die Idee manifestierte, die Tour in dieser oder sehr ähnlicher Form in diesem Jahr auch selbst als Gruppenwanderung anzubieten, dann vielleicht sogar als ‘Doppelspitze’ mit ihm zusammen.
Mich hatte vor vielen Jahren bei meiner ersten ausgiebigen Erkundung von Kleinmachnow sofort der Bannwald begeistert, der sich im Bogen als schmaler und meist begehbarer Waldstreifen durch die Siedlungen erstreckt. In der Kombination mit dem Abschnitt entlang der geschichtsträchtigen Stammbahn zu Beginn, dem naturbelassenen Ufer des Machnower Sees und dem fast durchgängigen Datschen-Grünzug auf den letzten Kilometern bis zum Ziel inklusive des vollkommen unterschätzen Heinrich-Laehr-Parks ergibt sich so eine wirklich empfehlenswerte Rundtour.
Löwen haben wir heute übrigens keine gesehen, die warten sicher noch auf das nächste Sommerloch ;-)
Hier die Aufzeichnung von Olaf: https://www.komoot.com/de-de/tour/2821001200
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am S‑Bahnhof Zehlendorf, zunächst geht es über die Machnower Straße und die Berlepschstraße zum Einstieg in die Brache der historischen Stammbahntrasse. Dem Pfad neben den Gleisen wird gefolgt zur Idsteiner Straße, dort abgezweigt in den schmalen Park der sich über zwei kreuzende Straßen hinweg entlang des Gewässers erstreckt. Am Ende es Buschgrabensees wird abgebogen in die Straße ‘Machnower Busch’ und dieser gefolgt bis zum kleinen Duellpfuhl, abknickend geht es anschließend entlang der Ginsterheide zum Wäldchen am Meiereipfuhl.
Nun kann auf einer Länge von knapp zweieinhalb Kilometern der Pfad durch den Bannwald genutzt werden, der nur durch einige Straßenquerungen unterbrochen ist. Auf Höhe des Richard-Strauß-Wegs wird nördlich abgezweigt und in einem kleinen Bogen führt der Weg teils durch Siedlungen und teils durch Wald in Autobahnnähe an dem skurrilen rosafarbenen Panzerdenkmal vorbei zurück zum Bannwald. Nach Erreichen von dessen Ende geht es durchs Neubaugebiet in der Wattstraße, dann hinauf auf den Gipfel des Stolper Bergs und auf der anderen Seite hinunter zum Stolper Weg.
Entlang der Siedlungsgrenze wird der Waldweg erreicht, der später nahe am Teltowkanal entlang führt bis zur imposanten Schleuse am Stahnsdorfer Damm. Über die Straße ‘Am Hochwald’ wird das Schleusenareal nördlich umgangen, im Wald führt der Weg danach zur Neuen Hakeburg, die aktuell aufwendig als Luxuswohnanlage saniert wird. Nach dem Abstieg zum Machnower See geht es auf dem Promenadenweg zum Teltowkanal und dessen Ufer folgend bis zur Warthestraße. Hier wird die Hotelanlage auf dem Ringweg umgangen, weiter geht es zur Seniorenresidenz über den Erlenweg und das alte Werftgelände wird passiert.
Nun führt der Weg östlich durch die ausgedehnte Kleingartenanlage Alt-Schönow bis hin zum Teltower Damm und weiter zum südlichen Eingang des Heinrich-Laehr-Parks. Das waldähnliche schmale Parkgelände wird komplett in Richtung Norden durchquert, daran schließt sich erneut eine ausgedehnte Kleingartenanlage auf dem Georg-Steger-Weg an bis hin zur Hampsteadstraße. Durch die Grünanlagen um die Wohnblöcke herum wird abschließend das Ziel am S‑Bahnhof Sundgauer Straße erreicht.
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