… am heu­ti­gen nach Nebel­auf­lö­sung sehr son­ni­gen und früh­lings­haft war­men Tag absol­vierte ich diese Wan­de­rung an der ‘Naht­kante’ von Zau­che und Flä­ming, um mal wie­der einen ‘wei­ßen Fleck’ auf mei­ner per­sön­li­chen Bran­den­burg-Wan­der­karte mit Inhalt zu fül­len. Zuvor hatte ich bereits zwei Tou­ren in der Gegend zwi­schen den bei­den gut erreich­ba­ren Bahn­li­nien RE7 und RB33 aus­pro­biert, jeweils von Baitz und Bork­heide aus nach Treuenbrietzen.

Dies­mal sollte es die kür­zere West-Ost-Route von Brück aus sein, dafür gab es als ‘Pro­log’ den immer wie­der schö­nen Abschnitt an der Klei­nen Plane ent­lang (aktu­ell mal wie­der was­ser­füh­rend auf gan­zer Länge!) und die spon­tane kleine Erkun­dung am Fau­len Gra­ben bei Göm­nigk. Der beein­dru­ckendste Teil der Wan­de­rung war sicher die halbe Umrun­dung der sehr gro­ßen Lin­ther Kies­grube mit Blick­mög­lich­kei­ten in die rie­sige teils was­ser­ge­füllte Mulde. Gerade wurde wie­der ein gro­ßes Stück Kie­fern­wald gero­det, dort wird sicher bald gebag­gert in die bis zu 20 Meter hohen eis­zeit­li­chen San­der hinein.

Der land­schaft­li­che Mix gefiel mir heute prima, die klei­ne­ren ‘Kie­fern­plan­ta­gen’ waren alle­samt sehr moo­sig-hell­grün am Boden und die wei­ten Sumpf- und Salz­wie­sen­areale mit ihren Laby­rin­then von Ent­wäs­se­rungs­grä­ben erin­ner­ten mich ans Havel­län­di­sche Luch und ans Oderbruch.

Für mich war es die erste Früh­lings­wan­de­rung für die­ses Jahr und das plötz­li­che Erwa­chen der Natur über­for­derte mich fast: über­all große Sing­vo­gel­schwärme, dazu Gänse und Kra­ni­che, Rehe in den Fel­dern und Nut­rias in den Was­ser­grä­ben. Sogar die um mich flie­gen­den Insek­ten fin­gen schon leicht an zu nerven ;-)

Einen dicken Makel gibt es den­noch: die gut ein­ein­halb alter­na­tiv­lo­sen Kilo­me­ter (mar­kier­ter Wan­der­weg B10!) auf der schma­len Kreis­straße ab dem Orts­aus­gang von Lin­the in Rich­tung Deutsch Bork. Begeg­nen sich hier Fahr­zeuge und man ist als Fuß­gän­ger auf glei­cher Höhe, wird es eng inner­halb der Leitplanken …

Ansons­ten eine Tour, die mich — auf Grund­lage der gerin­gen Erwar­tun­gen — deut­lich posi­tiv über­rascht hat. Man sollte sie aber wie ich finde so nur wan­dern, wenn man die emp­feh­lens­wer­te­ren High­light-Stre­cken in der Region bereits alle hin­ter sich hat.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof in Brück, zunächst geht es über die Bahn­hof­straße und die Jahn-Straße im Ort zum Schul­zen­trum, anschlie­ßend sehr schön natur­nah auf dem Pfad neben der Klei­nen Plane über zwei Kilo­me­ter zu Moos­hütte, dann wei­ter zur ‘gro­ßen’ Plane und um die Wochen­end­grund­stü­cke herum zur Holz­brü­cke über das Flüss­chen. Über den Klein-Vene­dig-Pfad führt der Weg zurück nach Treb­nitz. Auf der Karl-Marx-Straße wird dort die Bahn­trasse gequert ins Nach­bar­dorf Göm­nigk, mit zwei wei­te­ren Kon­tak­ten zur Plane geht es durch den öst­li­chen Teil des Ortes und die Sied­lung wird über die Pla­ne­brü­cke verlassen.

Auf dem Feld­weg geht es leicht berg­auf, danach in einem län­ge­ren Kie­fern­wald­ab­schnitt zum Areal der Lin­ther Kies­grube. Das Gelände wird außen an den Ver­bots­schil­dern ent­lang pas­siert zur Auto­bahn­über­füh­rung, nach deren Nut­zung ist durch den Wald auf einer Sand­piste gleich Lin­the erreicht. Hier führt der Weg über die Bel­zi­ger Straße zur Chaus­see­straße, anschlie­ßend auf der Niche­ler Straße und der Teich­straße um die auf einem Hügel thro­nende Kir­che herum. Am Ende der Teich­gasse schließt sich ein unaus­weich­li­cher ein­ein­halb Kilo­me­ter lan­ger Kreis­stra­ßen­ab­schnitt an, dann geht es dem Wan­der­weg­wei­ser fol­gend auf schö­nen Wie­sen­we­gen par­al­lel zu Ent­wäs­se­rungs­grä­ben zum Wind­park und wei­ter auf dem Beton­plat­ten­weg nach Deutsch Bork.

Dort führt der Weg zur Kir­che und zweigt danach öst­lich ab auf den Beton­plat­ten­weg, dem bis zum brei­te­ren Müh­len­gra­ben gefolgt wird. An dem Was­ser­gra­ben ent­lang geht es nun wie­der natur­nah, bis die­ser an der ein­zi­gen Mög­lich­keit über­quert wird in Rich­tung Süd­os­ten. Nach fünf­hun­dert Metern erfolgt erneut ein Rich­tungs­wech­sel, jetzt führt der Weg nach Über­que­rung eines Was­ser­gra­bens nord­öst­lich im gro­ßen Bogen auf Wie­sen­we­gen auf Buch­holz zu. Kurz vor Errei­chen der Bahn­trasse wird in die Strom­mas­ten-Schneise abge­bo­gen und die­ser sechs­hun­dert Meter weit gefolgt im Kie­fern­wald zum dia­go­nal kreu­zen­den Weg. Über die­sen wird abschlie­ßend der Bahn­hof Buch­holz erreicht, an dem die Tour endet.