… heute am ver­meint­lich ’son­nigs­ten’ Tag der Woche im Nord­os­ten Deutsch­lands war ich wie­der im nörd­li­chen Natur­park Dahme-Hei­de­seen und den angren­zen­den Gebie­ten unter­wegs. Einer­seits um noch ein­mal punk­tu­ell zu prü­fen, wie der Zustand der Stre­cke für meine Grup­pen­wan­de­rung am kom­men­den Wochen­ende aus­sieht. Ande­rer­seits um eine neue Tour aus­zu­pro­bie­ren zwi­schen den jeweils stünd­lich gut erreich­ba­ren Bahn­hö­fen Zeesen und Frie­ders­dorf bei­der­seits des Naturparks.

Die resul­tie­rende Route klappte dabei sehr gut, wobei der Mit­tel­teil im wahrs­ten Sinne ‘Neu­land’ für mich war: dort heißt tat­säch­lich eine Gemar­kung ‘Neu(e)land’, die wahr­schein­lich wie viele andere durch die Initia­tive der Tro­cken­le­gung des ‘Alten Fritz’ dem Sumpf abge­run­gen wurde …

Hat man den Gro­ßen Ton­teich pas­siert, gibt es danach zwei lange Kie­fern­wald­ab­schnitte in der Grä­ben­dor­fer Heide und der Guss­ower Heide, nach der Durch­que­rung des Dorfs Dol­gen­brodt war­ten noch ein­mal gut vier unter­bre­chungs­freie Kilo­me­ter im dich­ten Kie­fern­be­stand in Rich­tung Friedersdorf.

Man sollte defi­ni­tiv diese recht mono­to­nen Abschnitte in ihrer medi­ta­ti­ven Wir­kung mögen, um Gefal­len an der Wan­de­rung in der gemach­ten Form zu finden ;-)

High­light war für mich — abge­se­hen von den schö­nen See­ufern zu Beginn — der lei­der nur kurze pfad­ar­tige Weg durch die Dünen und am Hang zwi­schen Gussow und Dol­gen­brodt. Außer­dem der ‘Gespens­ter­wald’ mit zahl­rei­chen skur­ril ver­wach­se­nen Krüp­pel­kie­fern am Wald­rand kurz vor dem Ziel. 

Die Begeh­bar­keit war wegen des anhal­ten­den Tau­wet­ters sehr gut, schein­bar eis­glatte Flä­chen erwie­sen sich als bereits stumpf und nicht mehr rut­schig. Am Sams­tag bei der Grup­pen­wan­de­rung könn­ten eher der Matsch und die Pfüt­zen ein Thema wer­den, falls die Tem­pe­ra­tu­ren bis dahin gra­vie­rend und län­ger­fris­tig über dem Null­punkt bleiben.

Der Titel zur heu­ti­gen Tour fiel mir ein, als ich die bei­den Fahr­zeuge des Natur­parks Dahme-Hei­de­seen bei Dol­gen­brodt sah und auf dem SUV pla­ka­tiv der Slo­gan als Bot­schaft prangte. Da ich inzwi­schen alle Natur­parks in Bran­den­burg mehr oder weni­ger gut kenne, muss ich Dahme-Hei­de­seen (und des­sen Ver­mark­ter Tou­ris­mus Dahme-Seen­land) an der Stelle mal ein gro­ßes Kom­pli­ment zol­len: gut Eigen­wer­bung für sich machen kön­nen sie im direk­ten Ver­gleich zu den ande­ren defi­ni­tiv und gemes­sen an den ‘Edel­stei­nen’, die man selbst zur Ver­fü­gung hat. Hier gilt aus mei­ner Sicht aber auch: lie­ber mal die wirk­lich erfolgs­ver­spre­chen­den ‘dicken Klun­ker’ sehr fein schlei­fen und dann bitte auch nur die in die Schau­vi­trine für die Kund­schaft legen ;-)

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt am Bahn­hof in Zeesen, über den allee­ar­ti­gen Kuckucks­weg geht es zunächst ins Wohn­ge­biet und wei­ter zum Zeese­ner See, dann etwas ver­setzt an des­sen Ufer ent­lang auf der See­straße zur Spree­wald­straße in Kör­bis­krug. Der Haupt­straße wird gefolgt um die Kurve, danach am ‘See­i­dyll’ abge­zweigt zum Ufer des Tod­nitz­sees, knapp einen Kilo­me­ter weit wird nun hier natur­be­las­sen dem gewäs­ser­na­hen Pfad gefolgt in süd­li­cher Richtung.

Anschlie­ßend wird öst­lich abge­bo­gen zwi­schen den Sied­lun­gen durch die Bra­che und erneut die Spree­wald­straße über­quert, die win­zige Sied­lung Freu­den­thal wird durch­quert und durch den Wald der Kleine Ton­teich erreicht. An des­sen Ufer ent­lang geht es pfad­ar­tig zum nörd­li­chen Ende des Sees und durch ein Wald­stück zwi­schen den Cam­ping­plät­zen wei­ter zum Gro­ßen Ton­teich. Die­ser wird dann gut zur Hälfte nörd­lich umrun­det, wobei eine Dat­schen­sied­lung pas­siert wird.

Nach dem Ver­las­sen des Sees führt der Weg knapp zwei Kilo­me­ter weit gera­de­aus nach Osten durch den dich­ten Kie­fern­be­wuchs der Grä­ben­dor­fer Heide vor­bei am Forst­haus, bevor dia­go­nal nach Süd­os­ten abge­bo­gen wird zu den Streu­sied­lun­gen am Wald­rand. Par­al­lel zum Guss­ower Land­gra­ben führt der Weg nun wei­ter öst­lich in offe­ner Land­schaft zu den Vieh­wei­den und zwi­schen ihnen hin­durch, am Wald­rand ent­lang zum ‘Strang’ und dann auf Pfa­den im Wald auf dem But­ter­steig um die Sied­lung herum. Es folgt der eben­falls pfad­ar­tige schöne Abschnitt an der Hang­kante mit Blick auf den Dol­gen­see, spä­ter wird der gut aus­ge­baute Forst­weg der Dah­me­straße genutzt nach Dolgenbrodt.

Die Dahme wird auf der majes­tä­ti­schen Rad­weg­brü­cke über­quert und das Dorf nörd­lich auf der Bin­dower Allee durch­quert. Nach einem kur­zen ruhi­gen Land­stra­ßen­ab­schnitt wird bei ers­ter Gele­gen­heit rechts in den dich­ten Kie­fern­wald abge­zweigt und dem Weg in nörd­li­cher Rich­tung gera­de­aus vier Kilo­me­ter weit gefolgt bis zum dünen­ar­ti­gen Wald­rand. Um die Acker­flä­chen herum führt der Weg abschlie­ßend an den Schie­nen ent­lang zum Bahn­hof in Frie­ders­dorf, an dem diese Tour endet.