… am heu­ti­gen Tag war ich mal wie­der als Gast bei einer von Susanne Herr­mann für den Mär­ki­schen Wan­der­bund geführ­ten Tour dabei. In klei­ner Gruppe von acht Per­so­nen absol­vier­ten wir die rut­schige Runde um den Sacrower See, die es trotz der kur­zen Stre­cke in sich hatte: das aktu­ell lang­sam abtau­ende Eis war situa­tiv immer sehr unter­schied­lich glatt, sodass per­ma­nente Kon­zen­tra­tion beim Gehen und genaues Hin­schauen auf den Boden gefragt war. ‘Scary Sacrow’ also heute …

Von Susanne gab es unter­wegs zwei sehr inter­es­sante natur­kund­li­che Erklär­ein­schübe zum Thema Flora (der immer­grüne Efeu) und Fauna (die Akti­vi­tät der hei­mi­schen Specht­ar­ten momen­tan) in per­fek­ter Länge. Ergän­zend dazu konnte Wan­der­füh­rer­kol­lege Stef­fen Her­cher als gebür­ti­ger Babels­ber­ger immer wie­der wis­sens­werte Fak­ten zu kul­tur­his­to­ri­schen Bege­ben­hei­ten vor Ort bei­steu­ern. In der Form eine wun­der­bare Kombination!

Nun werde ich neben den eher bekann­ten Din­gen zu Sacrow sicher nicht mehr ver­ges­sen, dass Fried­rich de la Motte Fou­qué als Schrift­stel­ler der Roman­tik die Novelle ‘Undine’ (klasse ver­filmt von Chris­tian Pet­zold) dort ersann. Eben­falls sehr inter­es­sant die Tat­sa­che, dass im Glo­cken­turm der Hei­lands­kir­che 1897 die erste deut­sche Anten­nen­an­lage für draht­lose Tele­gra­phie ent­stand, wovon noch die ange­brachte Gedenk­ta­fel zeugt.

Es war wie­der mal eine schöne kleine Grup­pen­wan­de­rung, bei der alles passte.
Die gewan­derte Stre­cke muss ich sicher nicht näher beschrei­ben, sie sollte für alle Wan­der­freunde in und um Ber­lin zu den belieb­ten Klas­si­kern zäh­len. Kann man immer mal wie­der machen in die­ser oder ähn­li­cher Form…

Hier der Trai­ler zu ‘Undine’: