… mein bereits oft ver­scho­be­ner ers­ter Ver­such heute bei eisi­ger Glätte und schar­fem Ost­wind zum Thema ‘GPS-Dra­wing’, also dem kon­zen­trier­ten Figu­ren-Abwan­dern nach sorg­fäl­ti­ger Vor­pla­nung. Bereits seit ich ‘Stadt aus Glas’ von Paul Aus­ter irgend­wann in den 1990er Jah­ren gele­sen hatte, fas­zi­nierte mich die Idee, urban zu wan­dern und dabei nur über das Bewe­gungs­mus­ter Bot­schaf­ten über den Stre­cken­ver­lauf zu trans­por­tie­ren. Natür­lich gab es damals noch nicht die Mög­lich­keit, um digi­tal genau zu pla­nen und danach akku­rat zu navigieren …

Wigald Boning und Manuel Andrack hat­ten in ihren wit­zig-alber­nen und unter­halt­sa­men Büchern, die sich jeweils mit den skur­rils­ten For­men des Wan­derns beschäf­ti­gen, lei­der das ‘GPS-Dra­wing’ uner­wähnt gelas­sen. Umso span­nen­der finde ich, dass immer wie­der bei komoot in dem Kon­text neben dem all­seits bekann­ten Ber­li­ner Mam­mut andere gemachte Tou­ren auf­tau­chen, wie etwa bei Wan­der­freun­din Netti im letz­ten Jahr häu­fi­ger oder bei Wan­der­freund Jog­ging­brot, der mit stolz­ge­schwell­ter Brust sein üppi­ges ‘Doppel‑D’ aus­stellte: https://www.komoot.com/de-de/tour/2686052113

Bei mei­ner Adler­kopf­fi­gur war das Abwan­dern gar nicht so ein­fach, da es sich teil­weise um keine simple äußere Kon­tur han­delt. Viele Pas­sa­gen musste ich daher exakt dop­pelt ablau­fen und genau auf die Anschlüsse zuein­an­der ach­ten. An sich eine wirk­lich wit­zige Sache, bei der man aber sehr dis­zi­pli­niert sein muss, um das ‘Gemälde’ nicht durch eine Unacht­sam­keit zu zer­stö­ren. Bei mir klappte es zum Glück, da der Adre­na­lin­pe­gel wegen der Kon­zen­tra­tion auf die teils spie­gel­glat­ten Wege hoch genug war ;-)

Ich werde das Thema sicher irgend­wann mal wie­der raus­kra­men, wenn es sich ergibt. Hier die sau­bere Vor­lage für den Fall, dass jemand den ‘Tier­gar­ten-Adler­kopf’ (Her­kunft unbe­kannt) eben­falls nach­wan­dern möchte: https://www.komoot.com/de-de/tour/2699979798