… und wie­der mal war ich heute ‘Pas­sa­gier’ bei einer Grup­pen­wan­de­rung, Dr. Michael Voigt hatte im Namen des Mär­ki­schen Wan­der­bun­des zum Mit­wan­dern im öst­li­chen Ber­li­ner Stadt­ge­biet ein­ge­la­den. Wäh­rend man in Mitte inzwi­schen nach den letz­ten Eis­res­ten schon gezielt suchen muss, so waren rund um Köpe­nick an den Sied­lungs­rän­dern viele Stra­ßen sowie fast alle Pro­me­na­den- und Wald­wege noch dick mit hart­nä­cki­gen Eis­pan­zern über­zo­gen. Das ver­langte von Anfang bis Ende bei den knapp 20 Teil­neh­men­den viel Kon­zen­tra­tion beim siche­ren Betre­ten und Umge­hen der glat­ten Flä­chen und bis auf ein paar klei­nere Aus­rut­scher ging alles gut und die Gruppe kam heil am Ziel an.

Wie immer konn­ten die Abschnitte an Erpe und Wuhle ent­lang im Zusam­men­spiel voll über­zeu­gen, die Quer­ver­bin­dung über den mar­kier­ten Hei­de­weg war dabei neu für mich und ich sah zum ers­ten Mal bewusst die schöne his­to­ri­sche Bebau­ung rund um den Pflanz­gar­ten­platz. Zufäl­lig beka­men wir im Vor­bei­ge­hen eine inter­es­sante kleine pro­fes­sio­nelle Erklä­rung zu den Zwangs­ar­bei­ter­la­gern in Kauls­dorf Süd. 

Für mich war der erkennt­nis­reichste Aspekt heute, selbst zu sehen, wie eine ’syn­the­ti­sche’ Grup­pen­zu­sam­men­set­zung aus meh­re­ren Quel­len prima funk­tio­nie­ren kann, was ich vor­her nicht erwar­tet hatte.

Vie­len Dank an Michael für die gelun­gene Orga­ni­sa­tion und Wanderführung!

Den prall gefüll­ten Wan­der­ka­len­der des Mär­ki­schen Wan­der­bun­des für 2026 fin­det ihr hier: https://www.maerkischer-wanderbund.de/wanderkalender/

Ein­la­dun­gen zu mei­nen eige­nen monat­li­chen Grup­pen­wan­de­run­gen außer­halb des Ver­eins gibt es wie gehabt nur über das Abon­ne­ment mei­nes Wan­der-News­let­ters (https://www.wandern-berlin-brandenburg.de/newsletter/).

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am S‑Bahnhof Bies­dorf, hier geht es direkt in den Schloss­park hin­ein, der nach einer hal­ben Runde am Schloss vor­bei öst­lich wie­der ver­las­sen wird. Nach Über­que­rung des Blum­ber­ger Damms führt der Weg zur Wals­hei­mer Straße und die ober­ir­disch ver­lau­fende U‑Bahntrasse wird im gro­ßen Bogen an der Straße Alt-Bies­dorf unter­quert. Am Fried­hof ent­lang geht es zum belieb­ten Wuh­le­tal­weg, dem nun auf der Pro­me­nade knapp fünf Kilo­me­ter weit in süd­li­cher Rich­tung gefolgt wird bis hin zum Arbeits­la­ger-Gedenk­ort in Kaulsdorf.

Nach Über­que­rung der Wuhle geht es am Sied­lungs­rand ent­lang auf der Dru­schi­ner Straße und an deren Ende durch den Wald zum Pflanz­gar­ten­platz, nach Über­que­rung der Mahls­dor­fer Straße schließt sich ein län­ge­rer Wald­ab­schnitt an nach Osten bis hin zur Raven­stei­ner Mühle. Nun wird dem Fließ­ge­wäs­ser der Erpe natur­nah gefolgt in süd­li­cher Rich­tung bis ans Ende der aus­ge­dehn­ten Dat­schen­an­la­gen, über die Straße ‘Hin­ter dem Kur­park’ geht es abschlie­ßend zum Park und durch die­sen zum Ziel der Tour am S‑Bahnhof Friedrichshagen.