… Start zu meinem ersten Flussprojekt in diesem Jahr, entlang des Oder-Spree-Kanals zwischen dem östlichen Berliner Stadtrand und der Grenze zu Polen. Den Anfang machte bei Dauerfrost und teilweise leichtem Schneefall diese kürzere Etappe von Spreenhagen aus zum westlichen Terminus mit dem Kanal-Gedenkstein an seiner Einmündung in den Seddinsee. Den Epilog am Seeufer entlang nach Gosen wählte ich, da das aus meiner Sicht der beste Weg zur problemlosen ÖPNV-Anbindung zurück nach Berlin war.
Der vermeintlich langweilige Kanalabschnitt war aus meiner Sicht durch den — an vielen Stellen noch fast unberührten — Schnee viel attraktiver als angenommen und wurde auch nicht wirklich monoton trotz der Länge. Am Anfang lieferte ich mir ein ‘Sprintduell’ über mehr als eine halbe Stunde hinweg mit einem großen polnischen Schubverband, der ca. 6km/h schnell unterwegs war. Im tiefen Schnee konnte ich nicht so ganz mithalten, holte ihn aber gegen Ende an der Schleuse in Wernsdorf wieder ein, da es wegen des starken Eisgangs wohl Schleusungsprobleme gab.
Unterwegs kam mir bereits mit hoher Geschwindigkeit der Eisbrecher ‘Seeotter’ entgegen, der die großen Eisplatten in der Fahrrinne zerkleinerte. Da ich den Deichabschnitt am nördlichen Ufer zwischen Wernsdorf und Spreenhagen noch nicht kannte, war ich positiv überrascht. Er hat mir deutlich besser gefallen als der am Kieswerk auf der anderen Seite entlang, zumal dort nun seit einigen Jahren das kanalnahe Passieren auf Höhe der Skabyberge nicht mehr erlaubt ist. Somit hinterlässt der Projektauftakt bei mir einen viel besseren Eindruck als erwartet und ich bin gespannt auf einige Experimente, die ich mir noch im weiteren Streckenverlauf überlegt habe.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe beginnt an der Bushaltestelle ‘Schule’ in Spreenhagen, über die Hauptstraße wird der Oder-Spree-Kanal erreicht und überquert. Nun geht es knapp 12(!) Kilometer auf meist gut ausgebauten Betriebswegen teils auf den Deichen, teils direkt am Wasser entlang bis zum Siedlungsbeginn von Wernsdorf. Auf der Steinfurter Straße führt der Weg zur Schleuse, weiter geht es auf dem schmalen Pfad zwischen Kanal und Wernsdorfer See zur Berliner Stadtgrenze am Schmöckwitzwerdersteg.
Noch einmal eineinhalb Kilometer weit wird dem Kanal gefolgt bis zu seiner Einmündung in den Seddinsee mit der Gedenktafel, danach geht es ufernah auf Waldwegen zur Siedlung Zwiebusch und durch sie hindurch, es schließt sich die Durchquerung der großen Datschensiedlung um den Fischersteig an. Nach dem Erreichen des Uferplatzes und einem letzten Blick auf den Seddinsee führt der Weg abschließend über die Eichwalder Straße zum Ziel der Etappe an der zentralen Bushaltestelle ‘Eiche’ in Gosen.
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