… bei sehr trü­bem Dezem­ber­grau mit wenig Licht und einem schar­fen Ost­wind habe ich heute diese kür­zere Tour im Bereich süd­west­lich des Flug­ha­fens BER aus­pro­biert, wie­derum eher als ‘Mach­bar­keits­stu­die’. Natür­lich war der schöne Weg an Rangsdor­fer See / Krum­mer Lanke und am Gla­sow­bach ent­lang dabei tabu, weil mich die Gegend öst­lich der Dresd­ner Bahn inter­es­sierte. Der erste Teil bei­der­seits des Ber­li­ner Auto­bahn­rings bis nach Dah­le­witz war dabei erstaun­lich brauch­bar, im Wald auf Höhe der Rolls-Royce-Werke gibt es dabei einige geschnitzte Holz­fi­gu­ren zu entdecken. 

Auch der Guts­park am Rand von Dah­le­witz, auf den ich sehr gespannt war, konnte über­zeu­gen mit sei­nen Tei­chen und dem alten efeu­be­wach­se­nen Baum­be­stand. Nach dem eher lau­ten Ver­bin­dungs­stück par­al­lel zur B96 in den Sumpf­auen wurde es dann wie­der sehr schön auf den Pfa­den am Sel­chower See ent­lang zum S‑Bahnhof, die­sen Abschnitt kannte ich aller­dings bereits gut.

Rund um den BER gab es natür­lich einige Lan­de­an­flüge zu beob­ach­ten, obwohl die Zahl der Flug­be­we­gun­gen mir heute erstaun­lich nied­rig erschien. ‘Strange ways’ in einer ‘No-Hike-Area’ also? Von der Pla­nung her viel­leicht ver­meint­lich schon, in der Pra­xis funk­tio­nierte die Tour aber gar nicht so schlecht in die­sem exo­ti­schen Wan­der­ge­biet, abge­se­hen von den diver­sen Lärm­quel­len, die man nicht schön­re­den kann.

‘Stran­ge­ways here we come’ hat natür­lich noch eine ganz andere Asso­zia­tion, ist es doch der Titel des letz­ten The-Smiths-Stu­dio­al­bums von 1987. In 2025 habe ich die bei­den Mas­ter­minds der Band, Mor­ris­sey und Marr, jeweils solo live gese­hen inner­halb kur­zer Zeit in Ber­lin. Eine von vie­len Fans her­bei­ge­sehnte gemein­same Reunion ist aktu­ell dage­gen so unwahr­schein­lich wie nie zuvor, und so sollte es aus mei­ner Sicht auch bleiben.

Hier der Klas­si­ker ‘Stop Me …’ aus dem Album ‘Stran­ge­ways here we come’:

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof in Rangsdorf, zunächst geht es über die Kie­nit­zer Straße zum Ver­kehrs­krei­sel, dann auf dem Stadt­weg durch die Wohn­ge­biete zum nörd­li­chen Sied­lungs­ende. Durch die Fel­der führt der Weg in einer klei­nen Allee berg­auf zum Gerichts­fich­ten­berg, danach am Wald­rand hinab im gro­ßen Bogen zum Rad­weg und in der Nähe des Auto­bahn­rings zu des­sen Unter­que­rung neben der Bahn­trasse. Das grö­ßere Wald­ge­biet mit sei­nen Schnit­ze­reien wird durch­quert in nörd­li­cher Rich­tung nach Dah­le­witz, dort geht es an den Sport­an­la­gen vor­bei zum Dorf­an­ger, anschlie­ßend wird auf den stra­ßen­be­glei­ten­den Rad­weg der Groß Kie­nit­zer Land­straße abgebogen.

Im Guts­park Dah­le­witz wird eine kleine Runde gedreht, dann die Bun­des­straße auf dem Rad­weg über­quert. Gleich danach folgt der Abzweig nach Nord­os­ten, auf einem Feld- und Wie­sen­weg geht es nun durch die Sumpf­auen par­al­lel zur Bun­des­straße, nach einer Weile zur Streu­sied­lung am Kie­nitz­berg und auf der Kie­nit­zer Straße hin­auf zum Dreh­funk­feuer am west­li­chen Ende des Flug­ha­fens BER. Über die LPG-Straße führt der Weg anschlie­ßend wie­der hinab und im Bogen geht es auf dem stra­ßen­be­glei­ten­den Rad­weg der Kreis­straße in Rich­tung Nordosten. 

Nach etwa vier­hun­dert Metern auf dem Rad­weg wird abge­zweigt zum Torf­busch­gra­ben und die­sem natur­nah gefolgt zum Sel­chower See. Auf dem Ufer­pfad geht zum Ende des Sees, dann wie­der am Was­ser­gra­ben und am Rand einer offe­nen Wie­sen­flä­che ent­lang bis zum Auf­tref­fen auf einen brei­ten Wald­weg. Auf die­sem wird der Wald in Rich­tung Waß­manns­dorf durch­quert, nach Über- bzw. Unter­que­rung der Bahn­tras­sen führt der Weg im Bogen zur Ampel an der Waß­manns­dor­fer Chaus­see und an den Park­plät­zen vor­bei zum S‑Bahnhof, an dem die Tour endet.