… mal wie­der eine Wan­de­rung im Bar­nim zwi­schen Wand­litz und dem Finow­ka­nal heute; von die­ser Gegend bin ich gerade wie­der ange­tan, da sie gut von Ber­lin aus erreich­bar ist und auch kür­zere win­ter­taug­li­che Stre­cken mit viel Abwechs­lung dort mög­lich sind. Ähn­lich wie bereits vor zwei Wochen star­tete ich in der Nähe des Finow­ka­nals, dies­mal jedoch bei bestän­dig schwä­cher wer­den­dem Son­nen­licht in Ruhls­dorf. Hier ist man direkt am künst­lich ent­stan­de­nen Bern­stein­see mit sei­nen brei­ten Sand­strän­den, es fol­gen jeweils durch län­gere Wald­stü­cke getrennt erst der iso­liert gele­gene Mit­tel­pren­de­ner See, dann direkt nach­ein­an­der der Bau­er­see und der Streh­le­see, nach Que­rung des Preg­nitz­flie­ßes abschlie­ßend noch der Bogensee.

Fünf idyl­lisch gele­gene Seen ver­teilt auf rela­tiv über­schau­bare 15 Kilo­me­ter, was will man mehr …
Hätte ich am Ende nicht den Abzweig zum Bogen­see genom­men, wären in Rich­tung Bie­sen­thal noch deut­lich mehr Gewäs­ser in der Folge mög­lich gewesen.

Da heute mein neu­gie­ri­ger Lost-Place-Wan­der­kum­pel Egon Alter nicht dabei war, wurde das weit­läu­fige Bogen­see-Areal igno­riert und auf direk­tem Weg legal durch­schrit­ten. Seit mei­nem letz­ten Besuch dort im Früh­som­mer ist wie­der eini­ges pas­siert: die Gemeinde Wand­litz über­nimmt nun tem­po­rär für zwei Jahre die Bewirt­schaf­tung für den ‘Stein des Ansto­ßes’, das Land Ber­lin trägt aber wei­ter­hin die Kos­ten (https://www.barnim.de/neuigkeiten/detail/land-berlin-uebertraegt-bogensee-areal-an-die-gemeinde-wandlitz). Geplant sind Füh­run­gen, Besich­ti­gun­gen und Ver­an­stal­tun­gen vor Ort und ich hoffe, dass die Kon­zepte und Umset­zungs­wün­sche dafür trag­fä­hi­ger sind als die aktu­elle Eis­de­cke des Bogensees ;-) 

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der Bus­hal­te­stelle ‘Dorf’ in Ruhls­dorf, hier wird am öst­li­chen Ende des alten Angers abge­zweigt durch eine Bra­che zum Spat­zen­weg, am Fried­hof geht es dann durch das Wäld­chen hinab zum Bern­stein­see. Die­ser wird knapp zur Hälfte umrun­det auf dem Wall neben dem Gewäs­ser, am brei­ten Sand­strand im Süden führt der Weg wie­der in den Wald hin­ein. Gera­de­aus geht es nun süd­lich auf den Mit­tel­pren­de­ner See zu, des­sen moo­rige Aus­läu­fer umgan­gen wer­den, bevor das ein­mün­dende Preg­nitz­fließ auf einer Brü­cke über­quert wird.

In der Folge führt der Weg um das Ende des Sees am Hoch­ufer herum und näher an ihn heran, wobei sich meh­rere kleine Zugänge erge­ben. Nach der Kehrt­wende geht es im Kie­fern­wald knapp zwei Kilo­me­ter weit zurück in Rich­tung des Bau­er­sees, der an einer ver­las­se­nen Feri­en­an­lage erreicht wird. Dem natur­be­las­se­nen Ufer des Sees wird gefolgt bis in den Ort Pren­den hin­ein, über die Straße ‘See­grund’ und die Müh­len­gasse geht es zügig hin­durch zum sich anschlie­ßen­den Streh­le­see. Am Rie­sen­stein vor­bei wird der See kom­plett öst­lich pas­siert, es folgt der schönste Abschnitt der Tour auf schma­len Pfa­den am Preg­nitz­fließ ent­lang bis zu des­sen Über­que­rung auf einer Holz­brü­cke am auf­ge­stau­ten Gewässer.

Nun geht es am Hang hin­auf und mit meh­re­ren Rich­tungs­wech­seln auf unschein­ba­ren Wegen im Laub­wald, anschlie­ßend über die Kuppe und wie­der hinab zum Bogen­see. Nach dem direk­ten Pas­sie­ren des süd­li­chen Ufers wird dem Weg gefolgt zum geschichts­träch­ti­gen ‘Bogen­see­areal’, über den Platz der Freund­schaft führt der Weg zu dem klei­nen Wohn­ge­biet im Wes­ten und daran vor­bei. Der ehe­ma­lige Sport­platz sowie ein Klär­werk wer­den pas­siert, danach auf den brei­ten Schot­ter­weg in nörd­li­cher Rich­tung abge­zweigt. Die­sem wird nun knapp einen Kilo­me­ter weit gefolgt, bevor es west­lich auf dem schö­ne­ren Wald­pfad wei­ter­geht. Zwi­schen den Sied­lungs­ge­bie­ten hin­durch geht es im dich­ten Wald zu einer klei­nen Dat­schen­an­lage und daran vor­bei, dann ist der Zei­sig­weg in Klos­ter­felde erreicht. Der See­ger­straße wird gefolgt zur Pren­de­ner Straße, die Bahn­trasse wird über­quert und die Tour endet am Bahn­hof der ‘Hei­de­kraut­bahn’ in Klosterfelde.