… das im Süden Brandenburgs zu erwartende sonnige Spätherbstwetter in der ersten Tageshälfte wollte ich heute ausnutzen und der Plan ging perfekt auf. Strahlend blauer Himmel begleitete mich am Vormittag und ich konnte die Tour beenden, bevor es sehr plötzlich windig, grau und dunkel wurde und die ersten Regentropfen fielen.
Der Fokus dieser Wanderung lag darauf, mal wieder vom gut und sehr schnell erreichbaren RE-Bahnhof Brand zu starten, diesmal fuhr ich aber tatsächlich von dort direkt weiter mit dem Shuttle-Bus ins ‘Tropical Islands’-Gelände und begann die Tour im sehr weitläufigen Areal am etwas abgelegenen Haltepunkt ‘Shop & Bistro’. So konnte ich vollkommen erlaubt(?) die halbe Runde um die größte freitragende Halle der Welt drehen, die auch nach mehrmaligem Besuch des Gebiets immer noch beeindruckend in ihren Ausmaßen wirkt.
Von dort ging es unter größtmöglicher Vermeidung der geschotterten ‘Waldautobahnen’ zum Aussichtsturm auf dem Wehlaberg, anschließend windungsreich, ufernah und siedlungsfern um die hübschen Köthener Heideseen, am Ende relativ naturbelassen hinüber zum Bahnhof Oderin. Eine richtig tolle Wanderung, wenn man die ersten zwei Kilometer auf den alten Betonplatten der ehemaligen Flugplatz-Runways nicht scheut und kein Problem mit großen ‘Kiefernstangenwäldern’ hat ;-)
————–
Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet an der privaten Bushaltestelle ‘Shop & Bistro’, die mit dem kostenlosen Shuttle-Bus des ‘Tropical Islands’ vom Bahnhof Brand aus erreichbar ist. Auf den ersten zwei Kilometern wird im Uhrzeigersinn den Betonplatten der ehemaligen Runways gefolgt bis hin zum nördlichsten Punkt. Hier erfolgt der Ausgang aus dem Areal über einen sandigen Weg an einer Schranke. Nun geht es weitere zwei Kilometer geradeaus östlich durch den Kiefernforst, wobei der Weg am Ende merklich ansteigt. Nach dem nördlichen Abzweig führt der Weg über eine Kuppe hinab ins Tal und noch einmal über eine deutliche Erhebung hinweg zur geschotterten Piste der Alten Oderiner Straße, die am preußisch-sächsischen Gedenk-Grenzstein erreicht wird.
Gut einen Kilometer weit geht es moderat bergauf, dann wird dem Hinweis zum Aussichtsturm auf dem Wehlaberg gefolgt, der wenig später in Sicht kommt. Der Abstieg erfolgt am nördlichen Hang und im Bogen geht es zu einem schön naturbelassenen Weg, der gemächlich und kurvig hinab führt bis hin zum Forsthaus Köthen. Der Pichersee wird auf dem markierten Wanderweg passiert, erweitert auf einem schmalen Pfad geht es hinüber zum Mittelsee und weiter zum Schwanensee, der fast komplett umrundet wird. In der Folge bietet sich noch einmal der Blick auf den Mittelsee von der gegenüberliegenden Seite aus, bevor der Triftsee auf schmalem Uferpfad gestreift wird.
Nach Querung eines breiten Waldwegs geht es hinab und durch ein dicht bewachsenes Feuchtgebiet zum kleinen Schibingsee, dessen Ufer nach Umrundung einer eingezäunten Schonung erreicht wird. Folgend auf das Passieren des Sees am südlichen Ufer führt der Weg wieder hinauf zu einer ‘Waldautobahn’, die nur kurz in Richtung Norden genutzt wird, bevor sich der Richtungswechsel auf eine weitere Schotterpiste nach Süden anschließt. Auf naturbelassenen Wegen geht es hinüber zur ehemaligen Poststraße Berlin — Lübben, der nun knapp einen Kilometer weit gefolgt wird.
Am Gedenkstein ‘Hungriger Wolf’ erfolgt wiederum der Abzweig auf einen naturbelassenen Weg, der als ‘Abkürzung’ dient, um den breit ausgebauten Schotterwaldweg zwischen Oderin und Köthen erneut zu erreichen. Nach Auftreffen auf diesen geht es zum Waldausgang und über die Felder hinab zur Hauptstraße, wo nach kurzer Zeit mit dem Regionalbahnhof das Ende der Tour erreicht ist.
Hinterlasse einen Kommentar