… heute konnte ich end­lich die Tour nach­ho­len, die eigent­lich schon letzte Woche rund ums Finow­tal geplant war. Nach eher spä­tem Start per Bus­an­fahrt nach Mari­en­wer­der am alten Finow­ka­nal gönnte ich mir nach vie­len Jah­ren mal wie­der den gro­ßen Bogen zum Eiser­bu­der See und dem ver­steckt lie­gen­den klei­nen Bukow­see. Danach ging es zu einem mei­ner liebs­ten Fließ­ab­schnitte über­haupt im Finow­tal, der aber von Jahr zu Jahr mehr zuwächst und inzwi­schen kaum noch begeh­bar ist im ‘Farn­dschun­gel’ mit zahl­rei­chen lan­gen dor­ni­gen Brom­beer­ran­ken-Fall­stri­cken dazwi­schen. Die tol­len Aus­bli­cke aufs Fließ in die­sem Bereich sind den­noch ‘auf Briese-Niveau’ und locken mich immer wie­der alle paar Jahre dort­hin. Der Schluss­ab­schnitt ab dem Aal­kas­ten war dann eher prag­ma­tisch gewählt, um bequem einen Regio­nal­bahn­hof mit regel­mä­ßi­ger Zug­an­bin­dung zu erreichen.

Ins­ge­samt eine inter­es­sante Tour, die ich in der Kom­bi­na­tion in der attrak­ti­ven Gegend zwi­schen Bie­sen­tha­ler Becken und Finow­ka­nal vor­her noch nicht gewan­dert war. Die oft abge­stuft in Gold-Braun-Schat­tie­run­gen getauch­ten Blät­ter der jun­gen Buchen waren heute das High­light bei meist sehr dif­fu­sem Licht.

Ich werde ganz sicher dem­nächst noch eine ‘Kom­ple­men­tär­wan­de­rung’ um die Pren­de­ner Seen absol­vie­ren und Non­nen­fließ / Schwärze sind bald auch wie­der dran ;-)

Pas­send zur aktu­el­len Laub­fär­bung ‘Gol­den Brown’ in der exzel­len­ten Cover­ver­sion von Bedhead:

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der Bus­hal­te­stelle an der Kir­che mit­ten in Mari­en­wer­der, zunächst folgt der Weg der Bie­sen­tha­ler Straße zum Finow­ka­nal und nach des­sen Über­que­rung geht es an den Sport­plät­zen vor­bei zum Wald­ein­gang am Gro­ßen Kies­gru­ben­see. Hier führt der Weg anfangs rela­tiv ufer­nah am Gewäs­ser ent­lang, dann geht es gut einen Kilo­me­ter weit gera­de­aus auf den Eiser­bu­der See zu. Die­ser wird nach einem klei­nen Schlen­ker erreicht, über den man wie­der­ho­lungs­frei zum ein­zi­gen freien Blick aufs Was­ser gelangt.

In der Folge führt der Weg ums nörd­li­che Ende des Sees herum, wobei das Preg­nitz­fließ über­quert wird. Nach dem Pas­sie­ren des Forst­hau­ses wird auf einen natur­be­las­se­nen Wald­weg abge­zweigt, der zum Ufer des klei­nen Bukow­sees führt. Dort kann zu Beginn schön dem Ufer gefolgt wer­den, im Süden ist jedoch wegen der Feucht­ge­biete ein Extra­bo­gen nötig, um spä­ter wie­der zum See­ufer zurück zu gelan­gen. Anschlie­ßend wer­den wie­der die brei­ten Wald­wege mög­lichst gemie­den und im Bogen geht es zuerst zur Über­que­rung des Finow­f­lie­ßes, bevor die Brü­cke über die Auto­bahn genutzt wird. Nun führt der Weg zurück zum Fließ, dort wird die­sem mit tol­len Aus­bli­cken auf einem kaum noch erkenn­ba­ren Pfad durch dich­ten Bewuchs gefolgt bis zum Ende des Abschnitts.

Nach kur­zem Abste­cher zur gerade neu gebau­ten Aal­kas­ten­brü­cke wird dem brei­ten Wald­weg gefolgt hin­auf und gera­de­aus in Rich­tung Osten, an einer mar­kan­ten Kreu­zung ändert sich die Rich­tung nach Süd­os­ten, im kur­vi­ge­ren Ver­lauf wird die alte asphal­tierte Bie­sen­tha­ler Straße gekreuzt und süd­lich dem mar­kier­ten Wan­der­weg gefolgt, der teils auf gro­bem Kopf­stein­pflas­ter ver­läuft. Um dem har­ten Unter­grund zu ent­ge­hen, wird nach einer Weile auf einen natur­be­las­se­nen Par­al­lel­weg gewech­selt, der die stei­len ‘Mel­chower Dünen’ über­quert und etwas spä­ter ist mit dem Bahn­hof Mel­chow das Ende der Tour erreicht.