… eigentlich war mal wieder eine komplett andere Tour geplant, aber mein Startpunkt am Finowkanal geriet durch Probleme bei der S‑Bahn Richtung Bernau in unerreichbare Ferne. So wurde schnell in Karow auf die ‘Heidekrautbahn’ gewechselt und der immer wieder tolle Ausgangspunkt in Schönwalde gewählt, bei dem man ‘direkt vom Bahnsteig in den Wald fällt’.
Wichtig war mir, mich vor Ort noch einmal in den allseits bekannten älteren und verdienten Wanderführer gedanklich hineinzuversetzen, mit dem ich dort zwischen dem Briesetal und Summt vor vielen Jahren in der Gruppe unterwegs war und der mich dort durch seine unorthodoxe analoge Routenbestimmung unterwegs verblüffte. Daher das ‘Method Hiking’ im Titel ;-)
Zu der Gegend muss man sagen, dass dort 1992 ein verheerender Waldbrand wütete, der 250 Hektar Wald vernichtete. Nach dichter Wiederaufforstung mit wenigen Birken und sehr vielen Kiefern sieht in dem Bereich nun alles sehr ähnlich aus und die Orientierung fällt schwer.
Grund für die Plan-B-Wanderung in der Form war, dass ich in zwei Wochen für den Märkischen Wanderbund eine umfassende komoot-Schulung abhalte und dafür noch ein paar konkrete Anekdoten und Beispiele zusammentragen will, die aus unterschiedlichen Perspektiven erklären, warum die digitale Planung und Navigation (wie mit komoot) in der heutigen Zeit das Maß aller Dinge im Wanderbereich ist. Und das, obwohl ich in meiner eigenen DWV-Wanderführerausbildung 2020 durch den etwa 40-jährigen Kursleiter zu hören bekam, dass immer noch Karte und Kompass das Werkzeug der Wahl und GPS-fähige Navigeräte / Smartphones nur maximal ‘Backup’ seien …
Da mir die erneute Durchquerung des Briesetals im zweiten Teil zu ‘gewohnt’ war, ging es diesmal südwestlich nach Bergfelde, den Wald um den Ort kannte ich bisher kaum. Was ich heute sah, gefiel mir ganz gut und hat meinen weiteren Entdeckergeist geweckt, weshalb ich mir die Ecke südlich des Berliner Autobahnrings sicher noch einmal intensiver anschauen werde.
Insgesamt im ersten Teil eine Premiumstrecke, für den zweiten Teil empfehle ich aber immer wieder definitiv das einzigartige Briesetal in Richtung Borgsdorf oder Birkenwerder.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet an der Bahnstation der Heidekrautbahn in Schönwalde, am nördlichen Ende des Bahnsteigs führt der Weg direkt in den Wald. Auf einem schmalen Pfad wird die Siedlung komplett umgangen, dann dem Waldweg in nordwestliche Richtung gefolgt.
Später wird auf einen Waldweg abgebogen, der geradeaus nach Norden führt direkt auf den Teufelssee zu. Dem See wird am südlichen Ufer gefolgt, dann geht es am Ende des Sees hinüber zum Mühlenteich. Dem Rundweg um den Teich wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefolgt bis zum verfallenen Schloss Dammsmühle, zwischendurch ergibt sich der legendäre und immer wieder faszinierende Blick quer über den Teich aufs Schloss.
Weiter geht es dann durch den Wald zum größeren Mühlenbecker See, der auf der Nordseite passiert wird, danach führt der Weg am Summter Karpfenteich vorbei durch den Wald zum Summter See. Auch dieser See wird auf der Nordseite passiert, am Beginn der Siedlung wird dann abgebogen in nördlicher Richtung in den FriedWald hinein. Nun führt der Weg ein kurzes Stück nach Westen, wobei zwei Kreisstraßen überquert werden.
Bei nächster Gelegenheit wird südwestlich abgezweigt und dem Waldweg eine ganze Weile geradeaus gefolgt bis zum Auftreffen auf die ruhige Nebenstraße ‘Heideplan’, auf der der Berliner Autobahnring überquert wird. Gleich danach wird die Straße verlassen, auf schmalen Pfaden führt der Weg durchs hügelige Areal bis zum Auftreffen auf einen etwas breiteren Waldweg, auf dem die Siedlungsgebiete von Bergfelde erreicht werden. Nach wenigen Metern auf der Lehnitzstraße wird abgebogen in den Aktivpark, an den sich der Pfad durch ein schmales Waldstück anschließt zum Friedrichsauer Ring. Über die Birkenwerder Straße und die Mittelstraße, abschließend über den Radweg parallel zur Bahntrasse geht es zum S‑Bahnhof Bergfelde und die Tour endet dort.
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