… eine urbane Tour in Berlin sollte es für mich heute mal wieder sein, ich entschied mich für eine Kombination aus Britzer Garten und Freizeitpark Marienfelde, jeweils mit gut per U‑Bahn und S‑Bahn erreichbaren Anschlüssen am Beginn und am Ziel.
Dank frühem Start war ich kurz nach Öffnung in dem aus der BUGA 1985 entstandenen kostenpflichtigen Landschaftspark in Britz und konnte so in aller Ruhe meine Lieblingsorte abklappern und bei bestem Wetter Fotos machen. Auch diesmal war mein Eindruck wieder, dass Peter Joseph Lenné, der meisterliche preußische Gartenarchitekt des 19. Jahrhunderts, seine helle Freude an der Anlage gehabt hätte. Wunderbar die Sichtachsen, die verspielte Anordnung von Hügeln und Wasserflächen und die beiden idyllischen Bachläufe in den Hängen.
Das ‘Dahlienfeuer’ hatte ich ehrlich gesagt als ‘Blumenbanause’ nicht so wirklich auf dem Schirm, die unglaubliche Vielfalt und Farbenpracht der Blüten war dann aber doch ein absolutes Highlight für mich. Auch wenn es gegen 11 Uhr bereits ziemlich voll wurde und ich froh war, den Park wieder verlassen zu können, ist er ganz sicher immer aufs Neue eine Empfehlung für Berliner und Touristen. Der reguläre Tages-Eintritt von 5 Euro für die weitläufige und abwechslungsreiche Anlage (inklusive ‘Ostsee’ und ‘Südsee’) ist aus meiner Sicht mehr als fair und fast schon ein ‘Schnäppchen’ im Jahr 2025 …
Den weiteren Verlauf der Strecke bestimmte dann der alternativlose(?) lange Abschnitt entlang der Tauernallee und der Säntisstraße durch die Mariendorfer Wohn- und Gewerbegebiete bis hin zum Freseteich. Leider ist die gut erhaltene Adler-Windmühle entlang der Strecke im Sommer hinter dichtem Grün versteckt und kaum zu sehen. Die Durchquerung des Freizeitparks Marienfelde mit dem ‘Alpengipfel’ und die Verknüpfung der folgenden Grünzüge bis hin zum Lilienthalpark war danach wieder ‘business as usual’ für mich, wobei mir auffiel, dass die Grünen Hauptwege im Süden von Berlin noch nicht neu markiert sind.
Interessant und bisher unbekannt für mich am Ende der Weg durch die Johann-Baptist-Gradl-Grünanlage, der vom Lilienthal-Denkmal fast bis zum S‑Bahnhof Osdorfer Straße führt.
In der Form eine Tour, bei der ich nicht weiß, ob die gewanderte Kombination außer für den witzigen Titel so Sinn macht. Anfang und Ende sind wirklich empfehlenswert, aber der Mittelteil eben doch eine echte ‘Durststrecke’ ;-)
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am U‑Bahnhof Westphalweg, über den Morsbronner Weg geht es zunächst in den Volkspark Mariendorf, der an Blümelteich und Eckernpfuhl entlang durchquert wird zur Britzer Straße hin. Durch die Grünanlagen mit ihren Pfühlen etwas versetzt zur Straße führt der Weg zurück zur Britzer Straße und kurz danach zum Eingang des Britzer Gartens. Nach der etwa fünf Kilometer langen Runde im Parkgelände (beliebig variierbar) wird der Britzer Garten am Ausgang Tauernallee verlassen, dann geht es immer geradeaus entlang der Straße, die später zur Säntisstraße wird und als Zehrensdorfer Straße nach der Unterführung der Dresdener Bahn zum Freseteich führt.
Das steppenartige Gelände wird südlich in der Nähe des Königsgrabens durchquert, südwestlich geht es dann über Kopfsteinpflaster, anschließend fein geschottert und danach naturbelassen bis hinauf zum höchsten Punkt im Freizeitpark Marienfelde. Über die Treppe führt der Weg wieder hinab und im S‑förmigen Bogen zum Haupteingang am Diedersdorfer Weg. Auf der anderen Seite der Straße geht es gleich wieder hinauf und über die Höhe des Schlehenbergs zur Marienfelder Allee. Es schließt sich der schmale Grünzug zwischen den Hochhäusern an bis zum Lichtenfelder Ring, dem einige hundert Meter weit gefolgt wird.
Im Lechtaler Weg werden kleine Siedlungshäuser passiert zur Sondershauser Straße hin, hier erfolgt der Einstieg in den nächsten Grünzug, über den in westlicher Richtung der Karpfenteich im Lilienthalpark erreicht wird. Nach der Durchquerung des Parks am Denkmal vorbei wird kurz der Scheelestraße gefolgt und in den letzten Grünzug der Tour abgezweigt. Am Ende der Johann-Baptist-Gradl-Grünanlage ist die Hildburghauser Straße erreicht und die Tour endet am S‑Bahnhof Osdorfer Straße.
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