… zum ‘Tag des offenen Denkmals’ in diesem Jahr hatte ich das Glück, einen der Teilnehmerplätze für eine geführte Tour über den ehemaligen Flughafen Tegel zu ergattern. Zuletzt war ich dort vor vier Jahren gewesen im Impfzentrum und hatte mich damals noch gewundert, wie frei und ungehindert ich mich im Gelände bewegen konnte. Inzwischen ist das Areal wieder abgeschottet und fest in der Hand des Projekts ‘Urban Tech Republic’, das alle Aspekte der Nachnutzung (bis auf den Landschaftspark, der von Grün Berlin betreut wird) koordiniert.
Bei der zweistündigen Führung durch eine Mitarbeiterin des Museumsdienstes im Außenbereich bewegten wir uns nur zwischen den Terminals, dem großen Hangar und der südlichen Start- / Landebahn. Es ist ein merkwürdiges Bild: kontrollierter Rückbau und riesige Baustoffberge auf der einen Seite, Beweidung durch Schafe und Rinder zwischen den Betonpisten, aber auch andererseits eine voll funktionale und einsatzbereite Feuerwehrstation sowie der bereits aktive Startup-Komplex in den ehemaligen Frachthallen.
Die Idee der nachhaltigen und effizienten Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen in großzügig grüner Umgebung klingt toll, aber wenn ich es richtig verstanden habe, sind sämtliche Prognosen für die konkrete Umsetzung bereits weit nach hinten verschoben worden.
Nach der sehr detaillierten und interessanten Führung bin ich anschließend dann zügig entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals zum Hauptbahnhof und weiter zum Moabiter Werder gewandert.
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