… ein frisch umge­fal­le­ner Baum auf den Schie­nen brachte nicht nur unse­ren Trieb­wa­gen auf freier Stre­cke bei Gel­tow zum Ste­hen son­dern auch den geplan­ten Wan­der­treff­punkt ab Ferch-Lie­ne­witz zur spon­ta­nen Umpla­nung. Nach­dem zwei schnell her­bei­ge­lau­fene Anwoh­ner(!) mit ihren eige­nen Motor­sä­gen(!) spon­tan das Pro­blem besei­tig­ten und so das para­ly­sierte Zug­per­so­nal aus der phleg­ma­ti­schen Starre erweck­ten konn­ten, wurde die Tour bereits ab dem Bahn­hof Caputh-Schwie­low­see gestar­tet und sie schrumpfte auf über­sicht­li­che zwölf Kilo­me­ter zusammen.

Neben knapp 20 ande­ren Teil­neh­men­den beglei­tete ich den geschätz­ten Wan­der­füh­rer-Kol­le­gen Stef­fen Her­cher von dort im Bogen um Caputh herum zum Ein­stein-Som­mer­haus und dann auf dem mar­kier­ten E11 bis zur Temp­li­ner Vor­stadt. Anschlie­ßend nutz­ten wir den neuen Fuß­gän­ger- & Rad­weg, der nun ufer­nah und unter­bre­chungs­frei am ehe­ma­li­gen komoot-HQ vor­bei bis zum Pots­da­mer Haupt­bahn­hof führt. 

Einige kurze Weg­ab­schnitte zu Beginn und am Ende waren neu für mich, das eigent­li­che High­light zeigte sich aber an Ein­steins Som­mer­haus, an dem aktu­ell für einen Film mit Lars Eidin­ger Dreh­ar­bei­ten statt­fin­den. Wir ent­deck­ten in einer ver­steck­ten Lich­tung ein Areal, das täu­schend echt als simu­lierte Schnee­res­t­land­schaft mit wei­ßen Schaum­stoff­la­gen prä­pa­riert wurde. Nicht nur in der Theo­rie rela­tiv unglaublich … 

Unter­wegs prä­sen­tierte Stef­fen wie gewohnt sou­ve­rän und unter­halt­sam Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen ent­lang der Stre­cke und gab Anek­do­ten zu Theo­dor Fon­tane und Albert Ein­stein zum Bes­ten. Es war eine ent­spannte kurze Wan­de­rung, die mit viel Drama bei der Anfahrt begon­nen hatte und die bis auf die wit­te­rungs­be­dingte Draht­esel­plage (heute deut­lich ner­vi­ger als die Mücken) attrak­tiv und emp­feh­lens­wert verlief. 

Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof Caputh-Schwie­low­see, am Hang geht es zunächst über die Geschwis­ter-Scholl-Straße hin­auf zum Aus­sichts­punkt auf dem Krä­hen­berg, anschlie­ßend auf der ande­ren Seite wie­der hinab über den Fasa­nen­weg zum Ufer des Capu­ther Sees. Das süd­li­che Ende des Gewäs­sers wird natur­nah umrun­det, dann führt der Weg im Wald hin­auf zum Orts­ein­gang an der Michen­dor­fer Chaus­see. Den Stra­ßen ‘Am Stein­eberg’ und ‘Am Wald­rand’ wird gefolgt um die Sied­lungs­ge­biete herum zum Ein­stein-Som­mer­haus, auf dem mar­kier­ten Wan­der­weg geht es danach hinab zum Forst­haus Templin.

Nun wird knapp einen Kilo­me­ter weit dem stra­ßen­be­glei­ten­den Rad­weg gefolgt bis zur Kies­grube, anschlie­ßend führt der Weg über die Trep­pen hin­auf und auf dem Höhen­wan­der­weg in Rich­tung der Temp­li­ner Vor­stadt. An einer Dat­schen­an­lage ent­lang wird die Temp­li­ner Straße erreicht und das Areal des Lui­sen­hofs durch­quert zum Ufer­weg hin. Über den neu gestal­te­ten Fuß­gän­ger- & Rad­weg geht es am Was­ser­werk vor­bei zur Spei­cher­stadt und wei­ter zur Lan­gen Brü­cke, an der die Tour mit dem Zugang zum Pots­da­mer Haupt­bahn­hof endet.