… ganz spon­tan und weil Zeit­fens­ter und Wet­ter heute pass­ten ging es für mich auf diese sehr urbane Tour durch Ber­lin. Aus­lö­ser war, dass Anfang der Woche die bis­her namen­lose(?) Kreu­zung von Kur­fürs­ten­damm, Grol­man­straße und Uhland­straße in der City West neu als ‘Harald-Juhnke-Platz’ getauft wurde. Grund für die Wahl war, dass Juhnke im Lauf sei­ner Kar­riere oft in der Nähe auf den Büh­nen der ‘Komö­die am Kur­fürs­ten­damm’ auf­ge­tre­ten ist. Offi­zi­elle Ein­wei­hung des Plat­zes ist übri­gens am 29.09.2025 durch den Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter Wegner.

Harald Juhnke hatte ich schon län­ger für eine ‘Motto-Tour’ in Betracht gezo­gen und das war nun der Anlass gewe­sen, die Wan­de­rung end­lich zu machen. Idea­ler­weise ähnelt die Stre­cke dabei einer Art Lebens­li­nie, denn sie führt von Juhn­kes Geburts­haus in einer vor 100 Jah­ren eher pre­kä­ren Wohn­ge­gend im nörd­li­chen Wed­ding, an sei­nen Ku’­damm-Wir­kungs­stät­ten und dem Stand­ort sei­ner Villa im geho­be­nen Schmar­gen­dorf vor­bei bis zu sei­ner Grab­stelle auf dem fei­nen Wald­fried­hof Dah­lem neben vie­len ande­ren Prominenten.

Für mich per­sön­lich als west­deut­sches Kind der spä­ten 1960er war Harald Juhnke im Fern­se­hen natür­lich omni­prä­sent, viel­leicht war er sogar der letzte / ein­zige deut­sche ‘Enter­tai­ner alter Schule’ (sorry, Flori Sil­ber­ei­sen & Co. …) aus mei­ner Sicht. Er konnte per­fekt unter­hal­ten, sin­gen, mode­rie­ren, schau­spie­lern — zumin­dest sug­ge­rierte sein groß­spu­ri­ges Ego das ;-)

Spe­zi­ell die ‘Harald & Eddi’-Sketche aus den spä­ten 1980ern sind für mich immer noch abso­lu­ter Kult.
Zu dem Zeit­punkt hatte ‘der deut­sche Sina­tra’ offen­sicht­lich seine Alko­hol­sucht auch noch gut im Griff, lei­der nach der Wende dann nicht mehr …

Die Orte der Tour:
— Grün­an­lage Fordo­ner Straße: Juhnke-Gedenk­stele ‘That´s life’
— Stock­hol­mer Straße 12: Geburts­haus von Juhnke mit Tafel
— Kreu­zung von Kur­fürs­ten­damm, Grol­man­straße und Uhland­straße: neuer ‘Harald-Juhnke-Platz’ mit Schild
— Las­sen­straße 1: Stand­ort der ehem. Villa von Juhnke, 2012 abge­ris­sen, Gedenk­schild exis­tiert vor Ort auf Privatgelände
— Wald­fried­hof Dah­lem: Grab von Juhnke 

Viel­leicht ist die Tour ja Basis für eine kom­mende urbane Grup­pen­wan­de­rung, mal schauen …

Und weil’s so gut passt hier das ange­nehm selbst­iro­ni­sche ‘Bar­fuß oder Lackschuh’: