… meine erste Hei­de­blü­te­tour in die­sem Jahr sollte eigent­lich in der Nähe von Dober­lug-Kirch­hain statt­fin­den, aber wie so oft schon in die­sem Jahr schei­terte der Plan an der Zug­ver­spä­tung und der dadurch unmög­li­chen zeit­na­hen Anschluss­ver­bin­dung zum Start­punkt. So musste ein­mal mehr ‘Plan B’ her­hal­ten, was sich aber als deut­lich mehr als nur eine Not­lö­sung herausstellte.

Die Glücks­bur­ger Heide hatte ich schon mehr­fach bewan­dert, aber die im zwei­ten Teil eher mono­tone und lange Stan­dard­route des Hei­mat­ver­eins wollte ich nicht wie­der absol­vie­ren, son­dern war auf der Suche nach einer kür­ze­ren ‘Halb­tags­stre­cke’. Die von mir geplante Vari­ante unter Ein­be­zie­hung der nörd­li­chen Quer­ver­bin­dung in dem vor­ran­gi­gen Besen­hei­de­ge­biet ließ sich zwar bege­hen, war aber leicht zuge­wach­sen, ansons­ten eine pas­sa­ble Option. Der Anschluss nach Oehna dage­gen klappte prima im eini­ger­ma­ßen abwechs­lungs­rei­chen Misch­wald und am Ende über die Fel­der ins Dorf und wei­ter zum Bahnhof.

Wer genau hin­schaut wird erken­nen, dass ich nach dem Flug­platz dies­mal die Land­straße nutzte statt den Feld­we­gen um die Acker­flä­chen. Das lag ein­fach daran, dass dort gerade die Bau­ern mit ihren Trak­to­ren pflüg­ten und rie­sige Staub­wol­ken auf­wir­bel­ten. Prin­zi­pi­ell kann man den gut 500 Meter lan­gen Land­stra­ßen­ab­schnitt nut­zen, ich rate aber davon ab wegen des feh­len­den Schutz­raums und der hohen Geschwin­dig­keit der Fahrzeuge.

Die Hei­de­blüte an sich hatte ich zwar etwas inten­si­ver und spek­ta­ku­lä­rer erwar­tet, aber sie scheint mir all­ge­mein in die­sem Jahr in Bran­den­burg spär­li­cher aus­zu­fal­len als in den Vor­jah­ren oder der ‘Peak’ liegt 2025 deut­lich spä­ter. Meine Lieb­lings­re­gion bleibt in dem Kon­text aller­dings nach wie vor die Kleine Schorf­heide, auch nach­zu­hö­ren im Bei­trag mit mei­nen fri­schen Wan­der­tipps für rbb Antenne Bran­den­burg: https://www.antennebrandenburg.de/programm/aktion/programmaktionen/aktionen/2025/wandern-mit-antenne-brandenburg.html

Den­noch: wer ein­fach und schnell per Bahn von Ber­lin aus eine nicht ganz so aus­ge­dehnte aber ein­same Hei­de­blü­ten­tour machen möchte, sollte sich meine heu­tige Stre­cke ein­mal genauer ansehen.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hal­te­punkt in Zel­len­dorf, zunächst geht es nörd­lich aus dem Ort hin­aus und der ruhi­gen Straße wird gefolgt bis zum Flug­platz ‘Flä­ming Air’. Um das Areal des Flug­plat­zes herum führt der Weg am Zaun ent­lang spä­ter durch ein klei­nes Wald­stück und wei­ter zur Land­straße, der gut 500 Meter weit gefolgt wird, bis west­lich ein Feld­weg in die Glücks­bur­ger Heide abbiegt. Anmer­kung: deut­lich bes­ser ist es, direkt nach dem Wald­stück den nur dort offe­nen Zaun zu pas­sie­ren und um die gro­ßen Fel­der herum zum Ein­stieg in die Heide zu gehen.

Am gemau­er­ten alten Tor­haus ‘Rus­sen­win­kel’ vor­bei führt der Weg zunächst durch Bir­ken- und Kie­fern­wald, nach einer S‑Kurve dann wun­der­schön etwa drei Kilo­me­ter weit leicht san­dig mit­ten durch das schnei­sen­ar­tig offene Gebiet der Besen­heide. Am Ende des Abschnitts kehrt sich die Rich­tung um und an dem klei­nen Rast­platz ent­lang geht es zurück auf dem nörd­lich ver­lau­fen­den leicht zuge­wach­se­nen Par­al­lel­weg. Nach etwa einem Kilo­me­ter wird abge­zweigt (Weg nicht im Kar­ten­ma­te­rial!) nach Nor­den in die Jäni­cken­dor­fer Heide, ein kur­zes Stück führt der Weg nach Osten, dann für län­gere Zeit immer gera­de­aus im Misch­wald bis zu den Fel­dern bei Oehna. Nach Errei­chen des Dor­fes geht es über die Mügel­ner Straße in den Ort hin­ein, um den Dorf­teich herum und dem Flä­ming­Skate-Asphalt­band fol­gend um die Sied­lung außen herum bis zum Bahn­hof Oehna, an dem die Tour endet.