… nun hat mir die Nie­der­bar­ni­mer Eisen­bahn heute end­lich den Wunsch erfüllt, eine Wan­de­rung im Kern­ge­biet der Mär­ki­schen Schweiz unter­neh­men zu kön­nen. Es war tat­säch­lich schon wie­der knapp drei Jahre her, dass ich dort unter­wegs war, damals mit den Grün­dern bei einer kür­ze­ren Gruppenwanderung.

Dies­mal schwebte mir eine mög­lichst sied­lungs­ferne und damit sehr natur­nahe Route vor, die sich ja theo­re­tisch durch die gute stünd­li­che Bus­an­bin­dung mit ihren Hal­ten zwi­schen dem tou­ris­ti­schen Zen­trum Buc­kow und dem Bahn­hof Mün­che­berg anbie­tet. Fährt die Ost­bahn (RB26) sta­bil und ohne Aus­fälle, was aktu­ell tat­säch­lich wie­der ein klei­nes Pro­blem ist und die aus­ge­mus­ter­ten ‘Talent’-Züge der Hei­de­kraut­bahn not­dürf­tig den Betrieb auf­recht­erhal­ten, nicht nur theo­re­tisch ein guter Plan. Wit­zi­ger­weise gibt es als ‘Klam­mer’ direkt zu Beginn eine lange steile Treppe (‘Him­mels­lei­ter’) und dann am Ende wie­der eine noch län­gere am Schloßberg.

Einige wenige Ver­bin­dungs­ab­schnitte war ich so bis­her noch nie gewan­dert, der Rest wurde aus einem ‘Patch­work’ aus den vor Ort meist gut mar­kier­ten und gepfleg­ten Wan­der­we­gen gebil­det. Lei­der hatte ich nicht damit gerech­net, dass an den Seen bei dem Wet­ter jede kleinste Bade­stelle schon belegt sein würde durch mehr oder weni­ger tex­til­freie Besu­cher, sodass ich des­halb meine übli­chen ein­ge­üb­ten Foto­spots dort aus­ließ. In der Gegend kann ich mich auf­grund des hohen Attrak­ti­vi­täts­le­vels nie ent­schei­den, wel­ches denn nun eigent­lich meine Lieb­lings­stre­cken­kom­bi­na­tion ist. In jedem Fall war die heu­tige nahe dran, wenn man auf den Pan­ora­ma­weg west­lich um den Scher­müt­zel­see ver­zich­ten kann.

Sicher­lich werde ich auch irgend­wann mal wie­der eine Grup­pen­wan­de­rung in der Ecke anbie­ten, dann aber ganz klar mit Start und Ziel direkt am Bahn­hof Mün­che­berg, viel­leicht in der eben­falls tol­len Vari­ante wie kürz­lich erst von eini­gen komoot-Usern dokumentiert.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der Bus­hal­te­stelle ‘Dorf’ mit­ten in Wald­sie­vers­dorf, über die Dahms­dor­fer Straße und die Sau­er­kir­schen­al­lee geht es zunächst hin­auf zum Was­ser­turm, dann auf der ande­ren Seite der Anhöhe wie­der hinab über die Him­mels­lei­ter zum Gro­ßen Däber­see. Des­sen Ufer wird auf schat­ti­gen Wald­we­gen gefolgt bis hin zur Brü­cke am Abfluss, hier geht es nun abbie­gend zum Klei­nen Däber­see und auf meist schma­len Ufer­pfa­den um ihn und den sich direkt anschlie­ßen­den Papil­len­see herum. Es erfolgt der Abzweig zum Bahn­über­gang hin, danach führt der Weg meist gut aus­ge­baut in zwei gro­ßen Bögen durch das zusam­men­hän­gende Misch­wald­ge­biet bis hin zum Rund­weg um die Klobichseen.

Auch hier geht es wie­der schmal und pfad­ar­tig im hüge­li­gen Ter­rain an zwei der Seen ent­lang, dann wird abge­bo­gen hin­auf zur Ver­bund­plat­ten­straße, die zur Tou­ris­ten­sta­tion ‘Drei Eichen’ führt. Es wird dem mar­kier­ten Wald­weg ent­lang eini­ger Sumpf­ge­biete gefolgt zur Pritz­ha­ge­ner Mühle, dort beginnt dann der schönste Abschnitt der Tour am Bach­lauf des Stöb­ber­ge­wäs­sers ent­lang über zwei­ein­halb Kilo­me­ter bis hin zur Günterquelle.

Hier führt der Weg nörd­lich wie­der steil berg­auf in Rich­tung des Gie­bel­pfuhls und noch ein Stück wei­ter bis zum Ein­stieg in den Poe­ten­steig. Die­ser führt als Kamm­weg süd­west­lich über die Erhö­hun­gen hin­weg und am Ende hinab zum Sophien­fließ. Das Schul­ge­lände am Rand von Buc­kow wird pas­siert und nach Über­que­rung des Wein­bergs­wegs noch eine letzte Höhe am Schloss­berg erklom­men mit wei­tem Blick über den Scher­müt­zel­see. Abschlie­ßend geht es über die Treppe hinab und die Tour endet an der Bus­hal­te­stelle am Strandbad.