… end­lich konnte ich eine Tour um Temp­lin in der Ucker­mark absol­vie­ren, die ich gefühlt min­des­tens schon fünf­mal in die­sem Jahr ver­scho­ben hatte wegen der Wet­ter­ka­prio­len und des Schie­nen­er­satz­ver­kehrs. Heute klappte nun alles bes­tens mit Hin- und Rück­fahrt und auch das leicht win­dige und anfangs noch sehr son­nige Wet­ter bei mode­ra­ten Tem­pe­ra­tu­ren war perfekt.

Im Fokus stand für mich, ein­mal den Wan­der­weg zwi­schen Ham­mel­spring und Temp­lin kom­plett am Stück aus­zu­pro­bie­ren, da ich das bis­her noch nicht getan hatte und meine Erwar­tungs­hal­tung hoch war. Der meist pfad­ar­tige Wan­der­weg (Mar­kie­rung: gel­ber Bal­ken) — mal nahe am Was­ser des Sees, mal oben am Rand des Hoch­ufers — gefiel mir aus­ge­zeich­net, lässt man ein­mal die etwas öde Umrun­dung der Wes­tern­stadt El Dorado sowie der angren­zen­den Frei­zeit­areale außen vor.

Die Abschnitte ent­lang des Temp­li­ner Kanals und am Ufer des Stadt­sees kannte ich bereits und sie konn­ten mich auch dies­mal voll über­zeu­gen. Expe­ri­men­tell wurde es dann bei der Ver­bin­dung des Fähr­sees und des Lüb­be­sees am Rand der ‘Wolfs­schlucht’, einem tief ein­ge­schnit­te­nen aus­ge­trock­ne­ten Bach­bett: der Weg ist nörd­lich der Mil­mers­dor­fer Chaus­see auf­ge­ge­ben und leicht zuge­wach­sen, aber noch gut genug begeh­bar, falls man ein wenig Aben­teuer abseits der ‘Wald­au­to­bah­nen’ sucht ;-)

Lei­der bekam ich aber vom Fähr­see (Ufer ist in dem Bereich kom­plett durch einen Cam­ping­platz zuge­stellt) gar nichts und vom Lüb­be­see (in dem Bereich keine Ufer­stel­len ohne Vege­ta­tion) kaum etwas zu sehen. Es war trotz­dem eine wirk­lich schöne Stre­cke, die unter dem Aspekt des Test­wan­derns für mich ein vol­ler Erfolg war. Emp­feh­len würde ich aber dann doch eine andere Kom­bi­na­tion in der Gegend, zumal ich heute den wirk­lich sehens­wer­ten Stadt­kern des Städt­chens Temp­lin kom­plett igno­riert habe.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof Ham­mel­spring, über die Straße ‘Am Bahn­damm’ geht es zur Dorf­kir­che, dann auf der Temp­li­ner Straße nord­öst­lich durch den Ort. Über die Straße ‘Am Sport­platz’ wird die Sied­lung ver­las­sen, es schließt sich der Weg über die Fel­der zum Ufer des Röd­de­lin­sees an. Nun wird dem tol­len Wan­der­pfad gefolgt über zwei Kilo­me­ter meist oben an der Hang­kante, spä­ter geht es am klei­nen Bach­lauf des Höl­len­gra­bens hin­auf, danach um die Areale des ehe­ma­li­gen Pio­nier­fe­ri­en­la­gers, der Wes­tern­stadt El Dorado sowie zweier Boots­an­le­ger herum wie­der zum Ufer des Röddelinsees.

Eine Weile führt der Weg oben am Feld­rand ent­lang, anschlie­ßend wie­der am Ufer des Sees bis zu des­sen Ende, es folgt der Abschnitt in der Nähe des Temp­li­ner Kanals, ab der Zie­ge­lei­brü­cke dann direkt auf dem herr­li­chen Trei­del­pfad am Kanal bis hin zur Temp­li­ner Schleuse am Müh­len­tor. Über die Kneh­de­ner Straße und die Wein­berg­straße geht es durch ruhige Wohn­ge­biete zur höl­zer­nen Pio­nier­brü­cke, nach deren Über­que­rung wei­ter zum Hafen des Stadt­sees. Der Prenz­lauer Allee wird ein gan­zes Stück gefolgt stadt­aus­wärts, wobei auch das Strand­bad gestreift wird. Nach dem Abzweig auf den Wan­der­weg wird die Jung­fern­quelle pas­siert und der Weg führt natur­be­las­sen am Ufer des Stadt­sees ent­lang bis zum Fährkrug.

Die Bun­des­straße wird über­quert und dem Weg zum Cam­ping­platz am Fähr­see gefolgt, an der Stelle der Ein­mün­dung eines tief ein­ge­schnit­te­nen lee­ren Bach­betts wird nach knapp einem Kilo­me­ter abge­bo­gen in den Wald und auf dem leicht zuge­wach­se­nen Wald­weg geht es meist pfad­ar­tig neben der Rinne bis zur Mil­mers­dor­fer Chaus­see. Hier wird direkt neben dem allein­ste­hen­den Sied­lungs­haus die still­ge­legte Bahn­trasse über­quert und auf dem Wald­weg geht es gera­de­aus direkt auf den Lüb­be­see zu. 

Um das nord­west­li­che Ende des Sees herum wird der Wan­der­weg genutzt, am Rast­platz ‘An der alten Fischer­hütte’ führt der Weg wei­ter gera­de­aus in den Wald hin­ein bis fast zum Plat­ten­bau­vier­tel an der Ring­straße. Vor­her erfolgt der Abzweig zur Bahn­trasse hin und um einen alten DDR-Gara­gen­kom­plex herum, dem Weg wird abschlie­ßend bis zum Bahn­über­gang gefolgt, auf des­sen gegen­über­lie­gen­der Seite sich der Bahn­hof Temp­lin Stadt befindet.