… eine kürzere Tour im Berliner Umland bei sehr trübem Wetter bin ich heute eher spontan bei Königs Wusterhausen gewandert, nachdem ich nach der herben Enttäuschung zuletzt auf dem markierten ‘Rundweg um den Zeesener See’ der Ecke südlich der ‘Dahmemetropole’ erneut eine Chance geben wollte, mich von ihrem Wanderpotential zu überzeugen. Dabei kombinierte ich die beiden mir bereits bekannten Ufer-Filetstücke am Anfang (Bindower Fließ) und am Ende (Krimnicksee / Tiergarten) mit dem ausgedehnten Mittelteil durch die mir bisher noch vollkommen unbekannte Senziger Heide.
Verblüfft hat mich dabei die Größe des zusammenhängenden Kiefernforsts in der Heide, wobei sich auch immer wieder neue Varianten des von vielen wenig geliebten Nadelgehölzes zeigten: mal schmale ‘Plantagen-Stangen’ diversen Alters und junge Schonungen, dann wieder uralte Exemplare aus Zeiten der DDR-Harzgewinnung sowie seltsame verdrehte knorrige Bäume. Somit also mal nicht die typische Kiefernmonotonie, zumal ich oft sehr interessante schmale Pfade nutzen konnte (das OSM-Material ist hier erstaunlich genau und aktuell!), was den Abschnitt fast schon in den Bereich des Genusswanderns brachte ;-)
Insgesamt eine schöne, gut erreichbare Tour, die die beiden Highlights am Anfang und am Ende deutlich wanderbarer und naturnäher zusammen integriert, als das der markierte Rundweg (roter Punkt) um den stark verbauten Krüpelsee tut.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt an der Bushaltestelle Bindowbrück, nach wenigen Metern entlang der Landstraße wird in den Wald abgebogen und der langen Schneise parallel im Wald gefolgt, ein Stück weiter geradeaus sollte unbedingt auch der schöne Aussichtspunkt auf den Flusslauf ‘mitgenommen’ werden. Nach der Rückkehr zur letzten Abzweigung führt der Weg im Kiefernforst zurück zum markierten Wanderweg und zu einer weiteren Uferstelle mit Ausblick, danach wird dem Ufer sehr schön gefolgt auf naturbelassenen Wegen bis zum Siedlungsbeginn von Senzig.
Nun geht es zurück zur Landstraße und nach deren Überquerung geradeaus in den Kiefernwald hinein, bald wird abgezweigt auf schmale Pfade in Richtung Südwesten, später geht es zwischen jungen ‘Stangen-Kiefern’ und Schonungen hindurch und der ‘Weg nach Senzig’ wird gekreuzt. Nach dem Passieren einer Freifläche ändert sich die Richtung, nordwestlich führt der Weg gut drei Kilometer weit durch den Forst und nach einem letzten Schlenker über den Spitzberg sind die Siedlungsgebiete von Waldesruh erreicht.
Zwischen den Grundstücken hindurch führt der Weg zur Krimhildstraße und weiter zur Chausseestraße, der bis zum Einstieg in den Skulpturenpfad gefolgt wird. Im dichten Grün geht es zum Ufer der Krimnicksee und an ihm entlang durch den herrlichen Buchenbestand im Halbkreis bis zur ‘Müller’-Skulptur. Südlich wird der Weg durch den Wald genutzt, dann geht es westlich zur Spukbrücke und eine kleine Schleife wird um den Fanggraben mit der neuen Tiergartenbrücke gedreht.
Durch den Wald führt der Weg danach diagonal zum Kirchsteig mit der letzten Skulptur, der Straße wird abschließend gefolgt zum Ziel der Tour am Bahnhof in Königs Wusterhausen.
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