… eine ‘Entdeckertour’ am wahrscheinlich sonnigsten Tag der Woche im Nordwesten von Berlin, zwischen den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel. Ausprobieren wollte ich endlich einmal die eher ungewöhnliche Wanderrichtung vom Bahnhof Wustrau-Radensleben aus zur Rüthnicker Heide, da es sich von der Karte her in der Theorie gut anbot.
Auch wenn die Nebenwege zu Beginn in der Karwer Heide teilweise leicht zugewachsen waren, konnte man sie bestens begehen. Daran schlossen sich knapp fünf Kilometer auf den guten alten DDR-Betonplatten an durchs entwässerte Luch, wobei zumindest die Richtung häufiger leicht variierte. In der zweiten Hälfte der Tour gab es das lange Wegstück durch die Rüthnicker Heide, die mich auch diesmal wieder durch ihre Ausmaße beeindruckte. Auch wenn dort der berüchtigte ‘Kiefern-Stangenwald’ vorherrschte, so gab es immer wieder auch kleine Buchen- und Eichenbestände, saftiges Grün lieferten ansonsten die flächigen Farn- und Blaubeerstrauch-Teppiche am Boden.
Highlight am Ende der Wanderung die halbe Runde um den Beetzer See, das sehenswerte Areal der historischen (Reha-)Kliniken am Ufer ließ ich allerdings diesmal aus, weil ich mich auf die Natur konzentrierte.
Insgesamt eine Tour, die mit dem Regionalexpress gut erreichbar ist und schöner war als erwartet, wobei man natürlich hier vor der geballten Ladung an Betonplattenwegen, Kiefernforsten und sandigen Pisten nicht zurückschrecken darf ;-)
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am Bahnhof Wustrau-Radensleben, nach Überquerung der angrenzenden Landstraße wird direkt in den Wald der Karwer Heide eingetaucht. Auf leicht zugewachsenen Wegen geht es zunächst diagonal in den Wald hinein, später wird einem gut ausgebauten Forstweg gefolgt. Nach dem Abzweig auf den parallel verlaufenden Weg wird diesem gefolgt bis an die Straße am nordöstlichen Rand des Waldes.
Nun geht es auf einer Baumallee in das Luchgebiet hinein, danach auf Betonplatten meist direkt neben Entwässerungsgräben in östlicher Richtung unter Umgehung der kleinen Streusiedlungen durch das Areal. Kurz vor Rüthnick wird abgebogen auf die Sandpiste nach Süden, bevor die Chaussee überquert und die zusammenhängende Rüthnicker Heide betreten wird. Nach einem längeren Geradeausabschnitt nach Osten wird auch hier der Weg in Richtung Süden eingeschlagen, mit mehreren kleinen Richtungsänderungen leicht nach Südosten hin wird der Beetzsee erreicht.
Hier wird dem schönen nördlichen Ufer gefolgt zur großen Badestelle bei Beetz und das Ende des Sees umrundet, bevor gleich wieder abgebogen wird in den Wald hinein. Südlich wird die Beetzer Straße erreicht und überquert, über die Bahnhofstraße führt der Weg abschließend zum Bahnhof Beetz-Sommerfeld, an dem die Tour endet.
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