… und wieder eine Etappe heute innerhalb der ‘Berliner Gürtellinie’: eigentlich war diesmal der sehr kurze Anschluss weiter nach Nordwesten geplant von Lübars nach Schönfließ. Nachdem ich aber morgens die Aufzeichnung der gestrigen Tour von Wanderfreund Steffen (https://www.komoot.com/de-de/tour/1504386445) auf sehr ähnlicher Strecke inklusive der ‘Gärten der Welt’ gesehen hatte, entschied ich mich sehr spontan um zugunsten des Nordostens.
Gregor Münch erwähnt zwar nur kurz das Areal der ehemaligen ‘Ost-Berliner Gartenschau zur 750-Jahr-Feier’ in seiner Beschreibung, eine größere Rundtour darin lässt sich aber bestens in diese ‘Wuhleberge-Etappe’ integrieren, speziell jetzt zur Zeit der farbenfrohen Baum- und Blumenblüte macht es hervorragend Sinn.
Wie in meiner Tour gewandert lässt sich das kostenpflichtige und jedes Mal wieder sehr sehenswerte Gelände beim Abstieg vom Kienberg an der ‘Tälchenbrücke’ betreten (7 Euro regulär, bargeldloser Automat, Schleuse scannt QR-Code der nach Kauf ausgedruckten Eintrittskarte oder direkt vom Smartphone) und wieder am Nebenausgang direkt am Wuhletal-Wanderweg nach der etwa fünf Kilometer langen separaten Runde verlassen. Natürlich kann man auch einen ganzen Tag schlendernd in den ‘Gärten der Welt’ verbringen, hier geht es aber nun mal ums Wandern, wofür ich mir nur ‘die Rosinen herausgepickt’ hatte …
Was die Original-Wegführung der Gürtellinie-Etappe betrifft, fand ich sie in weiten Teilen sehr gut und hätte sie wohl ganz ähnlich geplant. Die direkten Abschnitte entlang der Wuhle sind zwar eher spärlich vorhanden, dafür werden die beiden Gipfel der Gegend erklommen. Beim Schlenker durch den Wuhle-Park im Dorf Ahrensfelde bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn selbst integriert hätte. Zumindest ergeben sich in der Form noch kurze Blicke auf die sehr junge Wuhle und auf den kümmerlichen Rest des Gehrensees.
Insgesamt ist dies natürlich die Variante eines wunderbaren Klassikers am Berliner Stadtrand, der speziell in Kombination mit dem Besuch der ‘Gärten der Welt’ von der Vielfalt und den visuellen Eindrücken her kaum zu schlagen ist.
Hinzu kam heute der zusätzliche ‘O‑Hanami-Faktor’: die japanische Zierkirschblüte ist dort voll ausgeprägt und man kann ganz entspannt ohne viele ‘Nebenbuhler’ Fotos machen und die Farbexplosion genießen, wenn man früh genug dran ist. Ganz dicke Empfehlung und selbstverständlich vielen Dank für die Inspiration, Steffen!
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe startet am S- und U‑Bahnhof Wuhlheide, zunächst wird die Altentreptower Straße überquert und es geht im großen Bogen entlang der Obstbaumalleen des Wuhlgartens zum Karpfenteich, dann wird dem markierten Wanderweg gefolgt an den Auenwäldchen entlang zur Cecilienstraße. Nach deren Überquerung führt der Weg am Waldrand an einer Datschenanlage entlang, die Wuhle wird überquert und auf dem erhöhten Weg geht es zum Wuhlesteg.
Auf diesem wird der Wuhleteich überquert, am Rand des Kienbergs entlang führt der Weg zur nächsten Wuhlebrücke, dort aber in Serpentinen hinauf am Hang bis zum Aussichtspunkt ‘Wolkenhain’ mit bestem Rundumblick auf dem Gipfel. Anschließend führt der Weg hinab und nach Passieren des Kassenautomaten über die ‘Tälchenbrücke’ ins kostenpflichtige Areal der ‘Gärten der Welt’. Im Uhrzeigersinn wird eine größere, etwa fünf Kilometer lange Runde gedreht durch die Themengärten und Gärtenkabinette (Detailinfos: https://www.gaertenderwelt.de/), dann die Parkanlage wieder verlassen am nordöstlichen Nebenausgang per Drehkreuz.
Weiter geht es durch den Wiesenpark westlich der Wuhle, das quadratische Reinigungsbecken wird sehr schön auf dem Steg durchquert und nach Passieren der Landsberger Allee führt der Weg pfadartig und steil im dichten Grün hinauf auf den Großen Ahrensfelder Berg. Ebenso steil — und ein wenig abenteuerlich — geht es wieder bergab bis hin zur Überquerung der Neuen Wuhle, es folgt ein Abschnitt entlang der ausgedehnten Wildrinder-Weiden, anschließend immer der Markierung folgend bis zur Stadtgrenze und an der Siedlung ‘Hinter den Buschwiesen’ entlang.
Über einen Wiesenweg wird die Feldstraße erreicht, die Ahrensfelder Kirche in der Dorfstraße wird passiert und dem Spazierweg im schmalen Wuhle-Park gefolgt bis zur Bahntrasse, die an der Lindenberger Straße überquert wird. Der Ulmenallee wird gefolgt bis zum Wiedereintritt ins Berliner Stadtgebiet, eine große umzäunte Brache wird umgangen im Landschaftspark zum Steg am Gehrensee hin.
Abschließend geht es an einem Neubaugebiet entlang und über die Ahrensfelder Chaussee hinweg, danach durch die kleine Ladenzeile zum Bahnhof Ahrensfelde, an dem diese Etappe endet.
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