… wieder mal eine kurze Tour im ‘Weniger ist mehr’-Kontext, diesmal am erweiterten Berliner Stadtrand, zwischen Potsdam und Ludwigsfelde. In der Gegend war ich zwar schon häufiger unterwegs, tatsächlich hatte ich bisher aber noch nie das Jagdschloss am Stern gesehen und auch die etwas isoliert liegenden Nudower Teiche wollte ich mir genauer anschauen.
Speziell diese Fischteiche, entstanden aus alten Kiesgruben, mussten natürlich von mir noch einmal in Bezug auf die Serie DARK bewandert werden, da einige Badesee-Szenen in der fiktiven Stadt Winden dort gedreht wurden. Am Ende war genau dieser Abschnitt heute auch der schönste, die Teiche mit erstaunlich klarem Wasser lassen sich auf einem tollen durchgängigen, aber leider auch an einigen Stellen leicht zugewachsenen Pfad passieren.
Auch der Beginn der Tour konnte mich voll überzeugen, zumal ich heute nicht die markierte geschotterte lange Gerade (Fontaneweg, Jakobsweg) der historischen geodätischen Meßstrecke in der Parforceheide benutzt habe sondern den sehr viel schöneren parallel dazu verlaufenden naturbelassenen Waldweg. Die Durchquerung des gesamten Friedwalds am Forsthaus Ahrensdorf vorbei bot eine vorzügliche Verbindung zu dem Teichareal.
Nur danach wurde das Vorankommen auf intensiv von Reitern genutzten Wald- und Feldwegen, vor allem in den ehemaligen Rieselfeldern sehr kraftraubend im tiefen Sand. Mit der Durchquerung des Geländes des alten ‘Landerziehungsheims der Stadt Berlin’, in dem heute das Landesinstitut für Schule und Medien untergebracht ist, gab es am Ende noch ein interessantes bauliches Ensemble anzuschauen.
In der Form sicher eine schöne kürzere Tour, wobei die sehr sandige und teils auch monotone Landschaft im zweiten Teil wohl aber nicht nach jedem Geschmack sein dürfte.
Die Tour habe ich in meine Collection zu den Drehorten in Berlin / Brandenburg gepackt: https://www.komoot.de/collection/1368038/-drehort-und-schauplatz-touren-in-berlin-und-brandenburg
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt an der Tramhaltestelle ‘Gaußstraße’ im Osten von Potsdam, zunächst geht es an den Wohnblöcken entlang und durch ein kleines Wäldchen zum Jagdschloss am Stern, dann über die alte Baumallee und unter der Autobahn hindurch in den Wald hinein. Nach Abzweigung in Richtung Süden wird die Bundesstraße auf dem Rohrlaken-Steg überquert und im Wald geht es zum Priesterweg.
Kurz danach wird der Hauptweg verlassen, nun geht es nahe am Hirtengraben entlang, der von einem Sumpfgebiet mit üppigem Grün umgeben ist. Auf Höhe des Saupfuhls wird der naturbelassene Weg durch die Parforceheide verlassen und es geht zum ‘Breiten Gestell’, das als historische Meßstrecke angelegt wurde und an dessen Ende noch kleine Monolithen existieren. Nach Überquerung einer Landstraße führt der Weg quer durch den Friedwald Nuthetal-Parforceheide und am Forsthaus vorbei, nach Überquerung der nächsten Landstraße ist das Areal der Nudower Teiche erreicht.
Auf schmalen, gewässernahen Pfaden wird hier eine kleine Runde gedreht, bevor sich nach erneuter Straßenüberquerung ein Waldstück in Richtung der Rieselfelder anschließt. Über fünf Kilometer Länge geht es danach durch die meist offene, oft steppenartige Landschaft, ab und zu unterbrochen durch kleine Waldstücke, auf teils sehr sandigen Pisten bis zum Radweg bei Struveshof.
Das historische Gelände des ehemaligen Landerziehungsheims wird durchquert und die Tour endet am Verkehrskreisel an der Bushaltestelle ‘Struveweg’.
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