… nachdem meine Gruppenwanderung für den Märkischen Wanderbund Ende August nun seit ein paar Tagen ausgebucht ist, habe ich heute die notwendige Vorwanderung dazu absolviert. Natürlich kannte ich die Teile der Strecke bereits alle sehr gut, war sie aber noch nie in dieser Kombinationsvariante gewandert. Außerdem war meine letzte Tour in der Gegend westlich um Bad Belzig schon wieder eine ganze Weile her, weshalb es nötig war, einigermaßen zeitnah den Zustand und die Begehbarkeit zu prüfen.
Es war vor Ort alles bestens, sogar die meisten Wiesenwegabschnitte waren frisch gemäht und auch die einzige Stelle, bei der ich vorab Fragezeichen hatte, nämlich der Zugang über die ‘wilde Nordflanke’ des Hagelbergs, erwies sich als ausreichend gut begehbar. Dass selbst vor dem vielprämierten Kunstwanderweg die maschinelle forstwirtschaftliche ‘Harvestierung’ nicht Halt macht, ist wohl unvermeidbar, betrübte mich aber doch etwas.
Ansonsten ist dies (wie auch die anderen Varianten des Weges) natürlich eine absolute Wanderempfehlung in der ‘brandenburgischen Toskana’. Gepaart mit den Kunstobjekten entlang des Weges, die meist einen mehr oder weniger konkreten Bezug zur sie umgebenden Landschaft haben, ergibt sich so eine echte Genusswanderstrecke. Insofern freue ich mich, eben diese Tour Ende August noch einmal in Gruppenformation wiederholen zu dürfen.
Anvisieren werde ich in jedem Fall für die Rückfahrt einen Zug des RE7, der in Bad Belzig und nicht in Dessau startet, um Sitzmöglichkeiten für alle zu garantieren. Die Hinfahrt dagegen von Berlin / Potsdam aus wird kein Problem sein, da der RE7 zum Startpunkt in Bad Belzig endet.
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Infos und Tourbeschreibung:
Dies ist eine Rundtour, die am Bahnhof in Bad Belzig beginnt und endet. Zunächst geht es über die Bahnhofsgasse hinunter in die Stadt, auf der Schloßstraße nördlich um die Burg Eisenhardt herum, am Belziger Bach entlang und über die Gliener Straße zum Grünen Grund. Nun geht es durch den schmalen Grünzug, der später in den Wald übergeht und der Weg führt durch den Belziger Busch über den Hüttenberg, danach am Feldrand entlang und anschließend über eine schöne Apfelbaumallee hinauf nach Hagelberg.
Im kreisförmigen Bogen geht es durchs Dorf zur höchsten Erhebung des Naturparks mit Gipfelkreuz, nach Verlassen des Ortes zum Denkmal der dortigen Schlacht der Befreiungskriege 1813. Parallel zur Landstraße führt der Weg hinab ins benachbarte Klein Glien und durchs Gelände des hippen ‘Coworking Retreat’ COCONAT, auf einem Feldweg ums Dorf herum und weiter auf einem der typischen Heckenwege zur Wüstung Groß Klien. Es schließt sich ein längerer Waldabschnitt an, bevor der langen gepflasterten Obstbaumallee in den Ort Borne gefolgt wird. Nach der Durchquerung des Dorfes wird auf den holprigen Wiesenweg zur Bahnstrecke hin abgezweigt, der später sehr schön meist pfadartig durch ein schmales Waldstück verläuft bis zur Überquerung der Landstraße.
Pfadartig führt der Weg weiter auf der anderen Seite, danach aufwärts im Wald, bevor es durch die Felder wieder leicht bergab geht. Eine Datschensiedlung wird durchquert auf dem Kameruner Weg, dann führt der Weg über die Burgpromenade durch ein Feuchtgebiet und steil hinauf zur Front der Burg Eisenhardt. Über die Wittenberger Straße geht es bergab, anschließend leicht verwinkelt durch die dunkle Eisenbahnunterführung und wieder hinauf zu einer weiteren Datschenanlage mit Panoramablick über die Stadt. Abschließend geht es hinab auf dem Flämingweg und nach erneuter Querung der Bahntrasse zum Ausgangspunkt am Bahnhof Bad Belzig.
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