… minus 90 Grad waren es heute nicht, ganz im Gegen­teil fand die Tour bei meist sehr freund­li­chem und leicht win­di­gem Wet­ter in einer der schöns­ten Wan­der­re­gio­nen Bran­den­burgs statt. Klar, der Turm­wan­der­weg / Gip­fel­stür­mer / Fon­ta­ne­weg bei Bad Frei­en­walde ist natür­lich abso­lut kein Geheim­tipp mehr, dafür umso mehr die leicht wel­lige Huteland­schaft auf dem ehe­ma­li­gen Trup­pen­übungs­platz bei Alt­ranft, die dies­mal meine volle Auf­merk­sam­keit hatte.

Zwi­schen­drin hatte ich Teile des Oder­land­wegs inte­griert, jedoch dar­auf geach­tet, maxi­mal sied­lungs­fern in Neben­tä­lern unter­wegs zu sein. Das klappte her­vor­ra­gend und erst am Ende kam ich wie­der in ‘echte’ Zivi­li­sa­ti­ons­nähe inklu­sive des Bahn­hofs in Fal­ken­berg, der sich immer mehr in einen wil­den Auto­fried­hof ver­wan­delt, was dem ansons­ten schö­nen Ort lei­der kei­nen Gefal­len tut.

Es passte alles sehr gut und ich kann die Stre­cke in die­ser Form abso­lut emp­feh­len. Natür­lich bin ich an den übli­chen Hot­spots auch auf andere Spa­zier­gän­ger und Wan­de­rer getrof­fen, die meiste Zeit hatte ich die Land­schaft aber für mich alleine.

Die Tour gefiel mir so gut, dass ich kurz vor Ende noch einen Klinsi-Gedenk-‘Diver’ ins Laub für das zum Glück nicht vor­han­dene Publi­kum machte. Wegen der geplan­ten Punkt­lan­dung am Bahn­hof kürzte ich über den stei­len Abstieg von der Carls­burg ab, was aber alles andere als unge­fähr­lich ist, bitte so nicht nach­ma­chen son­dern die regu­läre Treppe nutzen!

Die Huteland­schaft in Alt­ranft ist übri­gens auch einer der Sehn­suchtsorte im neuen Buch von ‘Wege­samm­ler’ Gre­gor, das gerade frisch erschie­nen ist: https://www.bebraverlag.de/verzeichnis/titel/1018-wild-brandenburg.html

Mehr dazu am Diens­tag nach einer gemein­sa­men Fei­er­abend­tour mit ihm, inklu­sive einer aus­führ­li­chen Rezension.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof in Alt­ranft, nach Über­que­rung der Gleise ist man nach 300 Metern bereits mit­ten im Natur­schutz­ge­biet der Huteland­schaft auf dem Gelände eines ehe­ma­li­gen klei­nen Trup­pen­übungs­plat­zes. Die wel­lige Land­schaft ist hier meist geprägt von wei­ten Tro­cken­ra­sen­flä­chen, klei­nen Wald­stü­cken und Baum­grup­pen sowie Soli­tär­bäu­men. Über eine kleine Hoch­ebene geht es nach knapp vier Kilo­me­tern wie­der hinab zu einem Wie­sen­weg, der durchs Tal und am Wald­rand ent­lang führt. Spä­ter wird dem Forst­weg im Wald gefolgt, auf natur­na­hen Wegen geht es durch die hüge­lige Land­schaft zum Baasee.

Dem Ufer des Sees wird auf dem Pfad gefolgt, dann geht es hin­auf zur Hütte am Tel­ler und auf dem gepflas­ter­ten Weg hinab ins Brun­nen­tal. Hier wird dem brei­ten Forst­weg knapp zwei Kilo­me­ter weit gefolgt, anschlie­ßend führt der Weg durch zer­klüf­te­tes Gelände an einem gro­ßen Find­ling vor­bei zur Sied­lung ‘Wald­stadt’, die am Rand pas­siert wird. Nach Über­que­rung der Land­straße wird kurz dem neu gepflas­ter­ten Wald­rad­weg gefolgt, danach geht es hinab auf Forst- und Wald­we­gen zum Teufelssee.

Hier erfolgt der Ein­stieg in den legen­dä­ren Turm­wan­der­weg, dem nun auf einer Länge von vier­ein­halb Kilo­me­tern durch ‘Klein Thü­rin­gen’ rund um den Mär­ki­schen Watz­mann über teils sehr steile Pfade mit vie­len Höhen­me­tern gefolgt wird bis zum Sied­lungs­rand von Fal­ken­berg. Auf dem Wald­weg wird der Schmie­de­berg umrun­det zum Sport­platz hin, dann führt der Weg gleich wie­der hin­auf im Wald in Rich­tung Cöthen. Nach der Abzwei­gung auf einen klei­nen Pfad geht es hinab zum Teich des Berg­parks mit dem Cöthe­ner Was­ser­fall und dem Bach­lauf des Fal­ken­ber­ger Flie­ßes wird gefolgt hinab ins Tal. 

Es folgt der letzte Auf­stieg hin­auf zur Carls­burg, an die­ser führt der Weg steil hinab zur Cöthe­ner Straße, über die Karl-Marx-Straße und die Bahn­hof­straße geht es abschlie­ßend zum Bahn­hof in Fal­ken­berg, an dem die Tour endet.