… heute habe ich am Nach­mit­tag die abschlie­ßende Tour zum Thema der denk­mal­ge­schütz­ten Find­linge in den Ber­li­ner Bezir­ken unter­nom­men. Auf der kur­zen Stre­cke ging es anfangs durch Tem­pel­hof, dann quer durch Schö­ne­berg in nörd­li­cher Richtung.

Bei die­ser sehr urban gepräg­ten Tour mit nur weni­gen klei­nen Park­an­la­gen war es mir wich­tig, sie eher zu einer unge­wöhn­li­chen Zeit und bei nicht ganz idea­lem Wet­ter zu absol­vie­ren, da meh­rere Find­linge sich auf öffent­li­chen Spiel­plät­zen befin­den. Das letzte Exem­plar in Schö­ne­berg in der Wels­er­straße liegt sogar auf dem ein­ge­zäun­ten Gelände einer Grund­schule, wes­halb mir ein Foto davon ver­wehrt blieb.

Bei den Stei­nen an der Sport­an­lage am Vor­arl­ber­ger Damm bin ich mir nicht sicher, wel­che Exem­plare die kor­rek­ten sind, zumal mir auf der ent­spre­chen­den Wiki­pe­dia-Seite des Bezirks einige Fotos offen­sicht­lich falsch zuge­ord­net erschei­nen. Wer so stein­reich ist hat halt Pro­bleme, das ganze Ver­mö­gen kor­rekt zu sortieren …

Hier die Coll­ec­tion zum Projekt:
https://www.komoot.de/collection/1472502/-touren-mit-den-denkmalgeschuetzten-findlingen-in-berlin-und-potsdam

————-

Mein klei­nes Fazit zu dem Projekt: 

Urba­nes Wan­dern — aus mei­ner Sicht immer beson­ders sinn­voll, wenn es nicht nur Selbst­zweck ist son­dern the­ma­tisch an eine wei­tere ‘Meta-Ebene’ geknüpft wird, wie in die­sem Fall an die der Natur­denk­male. Dadurch erga­ben sich für mich als jeman­den, der die durch­quer­ten Bezirke meist schon recht gut im Detail kannte, immer wie­der neue Blick­win­kel. Die Fokus­ver­än­de­rung, spe­zi­ell beim Suchen nach den teil­weise leicht ver­steckt lie­gen­den Stei­nen führte dazu, dass ich mich sehr viel mehr mit der Umge­bung aus­ein­an­der­setzte als beim Stu­ren ‘Abwan­dern’ mar­kier­ter Wege. Sicher auch ein schö­nes Pro­jekt für Fami­li­en­spa­zier­gänge mit Kin­dern, die man unter­wegs gezielt auf die Suche nach den ‘dicken Bro­cken’ schi­cken kann …

————-

Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der U‑Bahnstation Kai­se­rin-Augusta-Straße, zunächst wird der Albrecht­straße gefolgt, in der Fried­rich-Franz-Straße geht es am Aska­ni­schen Gym­na­sium vor­bei, dann wird der Kai­se­rin-Augusta-Straße gefolgt bis zum Albo­in­platz. Hier befin­den sich auf dem durch­quer­ten Spiel­platz die ers­ten bei­den Find­linge, wei­ter geht es am Fried­hof Eyth­straße mit der monu­men­ta­len Kapelle ent­lang, danach auf dem Pro­me­na­den­weg zur Sied­lung Lin­den­hof am gleich­na­mi­gen Weiher.

Die Bahn­tras­sen wer­den unter­quert am Prel­ler­weg, der S‑Bahnhof Pries­ter­weg wird pas­siert und dem Rad­weg ein Stück weit gefolgt im Hans-Balu­schek-Park. Anschlie­ßend wird abge­zweigt in die aus­ge­dehnte Klein­gar­ten­ko­lo­nie hin­ein und diese durch­quert zum Vor­arl­ber­ger Damm. Dort wer­den an zwei Stel­len Find­linge pas­siert auf dem Weg nach Schö­ne­berg, am Rand der ‘Roten Insel’ befin­den sich auf dem Spiel­platz gegen­über dem Anne­dore-Leber-Park wei­tere denk­mal­ge­schützte Steine. Über die Gus­tav-Mül­ler-Straße, die Leu­the­ner Straße und die Che­rus­ker­straße wird ‘die Insel ver­las­sen’, wei­ter führt der Weg über die Ebers­straße, die Albert­straße und die Schö­ne­ber­ger Haupt­straße zum Hein­rich-Las­sen-Park, der an einem wei­te­ren Find­lings­exem­plar vor­bei durch­quert wird.

Über die Gothaer Straße geht es zum Wart­burg­platz, über die Apos­tel-Pau­lus-Straße und die Mün­che­ner Straße zum Vik­to­ria-Luise-Platz, über die Wels­er­straße und die Bay­reu­ther Straße wird abschlie­ßend das Ziel am U‑Bahnhof Wit­ten­berg­platz erreicht.