… heute habe ich wie­der eine kurze Find­lings­tour über­wie­gend am Ber­li­ner Stadt­rand absol­viert, dies­mal ging es um den Bezirk Rei­ni­cken­dorf im Nord­wes­ten. Da mir wet­ter­be­dingt gleich klar war, dass die Zeit nicht für alle Find­linge rei­chen würde, hal­bierte ich die Tour in etwa, um sie in Kürze bequem ab Froh­nau fort­set­zen zu können.

Die Wan­de­rung führte mich in einige mir bes­tens bekannte Gebiete, die Fund­orte der Find­linge ver­blüff­ten mich jedoch auch heute wie­der. So hatte ich das Exem­plar im Stein­berg­park bis­her noch gar nicht bemerkt, obwohl ich den wald­ähn­li­chen Park sehr schätze und dort schon häu­fig unter­wegs war. Auch das Exem­plar auf dem Dorf­an­ger in Alt-Lübars hatte ich bis­her nicht regis­triert, es liegt aller­dings auch sehr ver­steckt und zwi­schen Sitz­bän­ken ein­ge­keilt. Ein wei­te­rer denk­mal­ge­schütz­ter Find­ling liegt in Lübars kurio­ser­weise im Vor­gar­ten eines Einfamilienhauses.

Sicher­lich eine auch jen­seits der ‘erra­ti­schen Blö­cke’ im Gro­ßen und Gan­zen emp­feh­lens­werte urbane Tour, auch wenn ich ab Alt-Lübars und mit dem dort ein­set­zen­den Dau­er­re­gen meine geplante Route deut­lich abkürzte. Erstaunt hat mich der hohe Was­ser­stand im Tege­ler Fließ, bei fast allen fla­chen Wie­sen in der Umge­bung war groß­flä­chig ‘Land unter’ angesagt.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der U‑Bahnstation Rat­haus Rei­ni­cken­dorf, hier befin­det sich der erste Find­ling am süd­west­li­chen Ein­gang der grö­ße­ren Grün­an­lage gegen­über des Ernst-Reu­ter-Saals. Um das Rat­haus herum geht es in den klei­nen Rat­haus­park und durch den angren­zen­den Trift­park hin­durch, dann wird die Wohn­an­lage zum Stein­berg­park hin durchquert.

In dem wald­ar­ti­gen Areal führt der Weg zur Hälfte um den See herum und über Trep­pen hin­auf, am höchs­ten Punkt an einen schma­len Pfad befin­det sich der nächste große, fla­che Find­ling, der tisch­ar­tig auf meh­re­ren klei­nen Exem­pla­ren ruht. Am Aus­gang des Parks wird der Wald­horn­straße zum Waid­manns­lus­ter Damm gefolgt, hier liegt bereits auf einer klei­nen Grün­flä­che an der Abzwei­gung der Dia­na­straße der nächste erra­ti­sche Block. Am Dia­na­platz vor­bei und über die Fürst-Bis­marck-Straße geht es zum Wan­der­weg am Tege­ler Fließ, dem nun über den Ora­ni­en­damm hin­weg bis etwa zur Hälfte des Herms­dor­fer Sees gefolgt wird.

Über den Büchen­bron­ner Steig führt der Weg hin­auf nach Lübars, dann wird die große Frei­flä­che umrun­det auf dem Zabel-Krü­ger-Damm und der Straße ‘Am Vier­ru­ten­berg’, in der der nächste Find­ling in einem Vor­gar­ten zu fin­den ist. Der Bene­ken­dorf­straße wird gefolgt bis nach Alt-Lübars mit den letz­ten Find­ling der Tour direkt auf dem Dorf­an­ger, der etwas ver­steckt zwi­schen Sitz­bän­ken liegt.

Durch die oft feuch­ten Wie­sen führt der Weg zurück zum Vier­ru­ten­berg und durch die AEG-Sied­lung am Kien­wer­der, bevor das Tegel Fließ auf dem immer wie­der schö­nen Holz­boh­len­weg über­quert wird nach Glienicke/Nordbahn. Dort wer­den die Wohn­ge­biete durch­quert auf der Velt­heim­straße und der Les­sing­straße, bevor es durch den his­to­ri­schen Kern der Gemeinde über die Haupt­straße zurück zum Ber­li­ner Stadt­ge­biet in Froh­nau geht.

Über einen schma­len bewal­de­ten Höhen­zug wird die Sied­lung auf einem Pfad umgan­gen, dann führt der Weg abschlie­ßend durch den lang­ge­streck­ten Brix-Genz­mer-Park und über den Edel­hof­damm zum Zelt­in­ger Platz, an dem sich der End­punkt der Tour am S‑Bahnhof Froh­nau befindet.