… heute sagte ich mir trotz des suboptimalen Wetters ‘Mach Dein Ding!’, und so führte mich meine Wanderung zwar nicht zu aber dennoch nach Lindenberg. Die Hinfahrt funktionierte gerade so, nachdem mal wieder die Verbindung zwischen Bahn und Bus am seidenen Faden gehangen hatte. Keine Panik, klappt schon, hatte ich mir gesagt, und stattdessen meinen Eierlikör geschlürft …
Ich schweife ab, hier die Fakten: Ziel heute bei erneut sehr lebhaften Windböen war eine möglichst attraktive Wanderung durch das Gebiet der weitläufigen Gemeinde Rietz-Neuendorf, die sich über eine leicht wellige Hochebene im Seenland Oder-Spree erstreckt. Die von mir eher blind geplante Strecke entpuppte sich als ziemlich gelungen, ich war nur wenig auf Asphalt unterwegs, dafür viel häufiger als erwartet auf schönen Feld- und Waldwegen.
Highlights diesmal ganz klar die beiden in jeder Hinsicht völlig konträren Schlösser in Groß Rietz und Lindenberg, die wunderbare Kirche in Herzberg sowie das interessante Areal des Meteorologischen Observatoriums in Lindenberg, das auf eine fast 120-jährige Geschichte zurückblickt, sowie das ‘Wettermuseum’ mit der Ballonhalle.
Für Abwechslung sorgten die beiden länglichen Seen mit ihren Uferpfaden im zweiten Teil der Strecke. Insofern wieder mal eine Tour in einer untypischen Wanderregion, die ich so oder ähnlich definitiv empfehlen kann.
Hier die ergänzte Collection der amtsfreien Gemeinden in Brandenburg:
https://www.komoot.de/collection/1295859/-touren-durch-alle-amtsfreien-brandenburgischen-gemeinden-ohne-stadtrecht-laufendes-projekt
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet an der Bushaltestelle in Groß Rietz, um den Kirchhof herum geht es zunächst zur Front des sehenswerten Barockschlosses, dann an der Kirche vorbei und über die Beeskower Chaussee hinweg über die Bahnhofstraße zum ehemaligen Bahnhof. Knapp drei Kilometer weit wird nun der ehemaligen Bahntrasse auf dem begleitenden Feldweg über die Höhen gefolgt bis nach Rietz-Neuendorf. Über die Görziger Straße und die Kirschallee wird der kleine Ort durchquert, danach geht es auf dem Feldweg an einem Windpark vorbei und es wird auf den asphaltierten Radweg getroffen.
Diesem folgend führt der Weg geradeaus in Richtung Herzberg, kurz vorher wird aber abgezweigt am Waldrand entlang ins nördliche Lindenberg. Über die Schulstraße geht es zum Gelände des Meteorologischen Observatoriums, auf dem Nachtigallenweg zum Wettermuseum und anschließend auf der Landstraße ins benachbarte Herzberg hinein. Vorbei an der wunderbaren Kirche wird der Dorfanger durchquert, dann der Seestraße gefolgt hinab zum nördlichen Ende des Herzberger Sees.
Dem naturbelassenen und teils leicht zugewachsenen Uferpfad wird gefolgt auf der westlichen Seite des Sees entlang, dann geht es im großen Bogen über die Beeskower Straße und die Ahrensdorfer Straße durch das benachbarte Dorf Glienicke. Am südlichen Ortsausgang wird die Bahntrasse überquert und dem Mix aus Kopfsteinpflasterweg und Sandpiste gefolgt bis kurz vor Ahrensdorf. Auf einem Feldweg wird die Mühle am Lindenberger See erreicht und dem schönen Weg am östlichen Ufer gefolgt, der im Anschluss durch ein Fließtal führt, bevor es nach Verlassen des Waldes über die Kuppe an Agrarflächen entlang nach Osten in Richtung Lindenberg geht.
Der südliche Teil des Dorfes wird auf der Ahrensdorfer Straße durchquert zur Kirche hin, dann führt der Weg abschließend durch den Gutspark und an der Sportanlage vorbei zum Bahnhof Lindenberg, an dem diese Tour endet.
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