… heute war ich bei meist sehr sonnigem, aber auch äußerst windigem Wetter unterwegs durch die amtsfreie Gemeinde Milower Land, ganz im Südwesten des Havellands und eigentlich schon im ‘brandenburgischen Niemandsland’ an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Bei der Tour hatte ich mir zumindest ein paar frische Eindrücke und neue Ausblicke auf die Havel erhofft, am Ende wurde es aber auch insgesamt eine äußerst gelungene und abwechslungsreiche Tour.
Oft konnte ich die naturbelassenen Hochwasserschutzdeiche nutzen, außer auf die Havel ergaben sich immer wieder die Aussichten auf Wassergräben, Altarme des Flusses sowie Überschwemmungsgebiete und Teiche.
Sehr überrascht hat mich auch der kurze und echt knackige Aufstieg auf den Milower Berg sowie der weite Ausblick von dort oben auf die gar nicht so flache Landschaft ringsherum. Auch sehr interessant: in der barocken Patronatskirche Leopoldsburg befindet sich heute die Sparkasse(!) von Milow. Neben einigen längeren Abschnitten auf sehr einsamen Betonplattenwegen war der einzige wirklich Makel der etwa eineinhalb Kilometer lange unvermeidbare Streckenteil auf der recht lebhaft befahrenen Landstraße bei Havelaue.
Ansonsten — auch unabhängig vom Wetter — eine sicher sehr empfehlenswerte Tour in einer ‘exotischen Wanderrandlage’ Brandenburgs.
Die ergänzte Collection: https://www.komoot.de/collection/1295859/-touren-durch-alle-amtsfreien-brandenburgischen-gemeinden-ohne-stadtrecht-laufendes-projekt
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am Bahnhof in Pritzerbe, zunächst geht es durch den historischen Kern des Ortes über die Dammstraße und die Marktstraße zur Kirche, dann über die Kirchstraße zum Havelufer und über die Havelstraße zum Anleger der Fähre. Nach der kurzen Überfahrt wird vor Kützkow direkt auf den schmalen Pfad abgebogen, der sehr nahe an der Havel entlang zum Hochwasserdeich führt.
Etwa zweieinhalb Kilometer weit wird der naturbelassene Deich genutzt, meist einigermaßen nahe am Flusslauf, bis zur Schleuse in Bahnitz. Hier wird auf den Schotterweg, später auf die Sandpiste gewechselt, die bis zur Dorfstraße führt. Am Ufer entlang geht es bis zur Badestelle am Biwakplatz, danach auf dem Pfarrer-Kneipp-Weg um den Ort herum. Anschließend wird dreieinhalb Kilometer weit den Betonplattenwegen gefolgt mit mehreren Richtungswechseln bis zu einer Pumpstation am Jercheler Kanal.
Nun geht es wieder auf den naturbelassenen Deich, diesmal vier Kilometer weit mit herrlichen Ausblicken über die Sumpfwiesen und diverse Altarme der Havel hinweg, später am Schlagenthiner Königsgraben entlang, bis zur Siedlung Marquede. Nun wird kurz der straßenbegleitende Radweg genutzt am Marqueder Erdeloch vorbei, dann geht es erneut auf einen Betonplattenweg, an einem weiteren großen Teich entlang. Es folgt ein längerer Abschnitt auf Forstwegen im Wald, an der Alten Schäferei vorbei und zur Neudessauer Straße.
Nach deren Überquerung führt der Weg steil hinauf auf den Milower Berg, nach dem Besuch zweier Aussichtspunkte geht es moderat wieder bergab nach Milow hinein. Der Ort wird durchquert entlang der Friedensstraße, nach Exkursen zum Biwakplatz an der Hauptstremme und zu deren Mündung in die Havel wird der Fluss über die Brücke überquert und der Landstraße gut einen Kilometer weit gefolgt durch den Ort Havelaue bis nach Premnitz.
Hier geht es knapp zwei Kilometer weit meist auf schmalen Schleichwegen am Siedlungsrand entlang wieder zur Havel und bis zum Hafen, abschließend führt der Weg durch zwei kleine Grünanlagen durch die Wohngebiete zum Bahnhof Premnitz-Zentrum, an dem diese Tour endet.
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