… heute habe ich bei 1A-Winterwetter bereits meine zweite Etappe der Staffelwanderung ‘Auf Schusters Rappen rund um Berlin’ absolviert, ebenso wie bei meiner vorherigen (Velten-Lehnitz) gab es ja eine Brückenbaustelle, die offiziell nicht durchquerbar ist. Bei der heutigen Etappe bin ich noch aus einem zweiten Grund froh, dass ich sie niemand anderem in die Hände gegeben habe: einige lange Kreisstraßenabschnitte zwischen den Dörfern westlich der Döberitzer Heide waren dank viel Verkehr mit hoher Geschwindigkeit, teils auch durch große LKW, nicht ungefährlich. Das Problem hatte Manfred Reschke sicher Ende der 1970er Jahre nicht.
Trotzdem hat mir die Etappe großen Spaß gemacht, ich habe Alt-Golm, das wunderschöne Kirchlein in Alt-Priort und das Schloss Kartzow so zum ersten Mal gesehen. Wiederholen werde ich die Strecke aber in der Form ganz sicher nicht noch einmal, obwohl ich die Überlandstraßenabschnitte schon gegenüber Manfreds Vorlage entschärft hatte …
Die Windmühle in Fahrland gibt leider ein sehr trauriges Bild ab: hatte Manfred sie vor über 40 Jahren noch in voller Pracht fotografiert, so steht nun nur noch der Rumpf, die Flügel fehlen. Immerhin wirkt das hölzerne Bauwerk so, als könne es noch gerettet werden.
Die Aufzeichnung der Tour ist synthetisch nachgebaut wegen der Situation an der Brücke über den Großen Zernsee, wer sich für die Originalaufzeichnung (2km länger, Tempo jenseits von Gut und Böse) interessiert, findet sie hier: https://wandern-berlin-brandenburg.de/downloads/Reale_Strecke_Von_Werder_nach_Wustermark.gpx
Die Collection für die Staffelwanderung ist nun online unter: https://www.komoot.de/collection/1402430/-staffelwanderung-auf-schusters-rappen-rund-um-berlin-1977–1979-21–23-01–2022
————-
Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe startet am Bahnhof in Werder, nach Überquerung der Eisenbahnbrücke am Großen Zernsee (erst ab Ende 03/22 wieder möglich!) wird dem Uferweg durch die Siedlung ‘Am Zernsee’ gefolgt bis hin zum Schlosspark Golm. Nach einem Abstecher zur Badestelle geht es über den asphaltierten Golmer Damm nach Alt-Golm hinein und dort auf dem Pfad am Hang hinauf zum Aussichtspunkt auf dem Reiherberg. Das Dorf wird in nördlicher Richtung durchquert, vorbei an den Gebäudekomplexen des ‘Potsdam Science Park’.
Anschließend wird abgezweigt auf einen Feldweg, der leicht bergab führt durch die offene Landschaft zur Wublitzstraße. Das Dorf Grube wird durchquert und über den Schlänitzseer Weg wieder verlassen, der sich als schmale Nebenstraße um den Voßberg herum hinzieht bis zur Siedlung Schlänitzsee am Sacrow-Paretzer-Kanal. Dem Kanal wird eine Weile gefolgt bis zur Marquardter Chaussee, an der er überquert wird. Gut einen Kilometer weit führt der Weg als schmaler Pfad sehr schön auf der anderen Seite des Kanals entlang, bevor wieder in die offene Landschaft abgezweigt wird.
Auf Feld- und Betonplattenwegen geht es zur Marquardter Straße und auf dieser in den Ort Fahrland hinein. Die langgestreckte Siedlung wird entlang der Ketziner Straße durchquert, danach schließt sich der leider alternativlose Abschnitt auf der Kreisstraße nach Kartzow an. Hier wird nach einem Abstecher zum sehenswerten Schloss eine Runde durchs Dorf gedreht, dann sind wieder zwei Kilometer auf der Landstraße zu absolvieren bis nach Alt-Priort. Nach einem Schlenker zur schönen Fachwerkkirche am westlichen Rand des Ortes geht es zurück zur Hauptstraße und noch einmal sind eineinhalb Kilometer auf der etwas weniger befahrenen Priorter Straße zu bewältigen.
Kurz nach der Unterquerung des Berliner Autobahnrings wird auf den Betonplattenweg abgezweigt, der parallel zu einem Entwässerungsgraben in nordöstlicher Richtung, später einem kreuzenden Graben folgend bis zu dessen Mündung in den Havelkanal verläuft. Dem Kanal wird gefolgt mit Blick über die Felder auf Dyrotz bis zur Brücke, die überquert wird nach Wustermark hin auf der anderen Seite des Kanals. Über die Friedrich-Rumpf-Straße führt der Weg an der Kirche vorbei, abschließend geht es auf einem Wiesenweg zwischen den Grundstücken hindurch zur Neuen Bahnhofstraße und auf dieser zum Bahnhof Wustermark, an dem die Etappe endet.
Hinterlasse einen Kommentar