… heute war bei dem sehr trüben Wetter bei leichtem Nieselregen eine Tour nach dem Motto ‘weniger ist mehr’ fällig, und da ich schon seit einiger Zeit mal diese große Runde um die schönsten Abschnitte beidseitig an Nonnenfließ und Schwärze entlang ausprobieren wollte, passte die Strecke perfekt. Um direkt in der Natur starten und die Tour auch dort beenden zu können, wählte ich die Bushaltestelle am Zoo in Eberswalde, die gut angebunden ist und deren Bedienung auch mit dem Takt der Regionalexpresszüge gut harmoniert.
Das Moos entlang der Fließe erstrahlte heute in grellem Grün und die Atmosphäre der Sumpfgebiete gefällt mir sowieso bei dunstig-satter Feuchtigkeit am besten. Obwohl ich etwa 70% der Fotos aussortieren musste, da es gefühlt ab 12 Uhr schon wieder dämmerte und das Licht nicht mehr vernünftig war, hoffe ich, dass die verbliebenen Bilder für sich sprechen: für mich ist das immer wieder eine der schönsten Wanderstrecken überhaupt, die ich in dieser Form als Rundtour fast ohne Überlappungen heute zum ersten Mal absolviert habe.
Man sollte allerdings fürs Nachwandern bedenken, dass einige Abschnitte sehr morastig und die Pfade nicht immer ganz offensichtlich zu erkennen waren, abgesehen von ein paar kurzen Klettereinlagen und Umgehungen von umgestürzten Bäumen. Trotzdem eine ganz dicke Empfehlung für diese mehr als gleichwertige und etwas ‘wildere’ Alternative zum Briesetal!
Bis zum 19.12. (jeweils 16 — 20 Uhr) findet übrigens auch noch im benachbarten Forstbotanischen Garten die ‘Waldweihnacht’ statt mit Illuminationen auf einem markierten Rundweg, der Eintritt ist frei. Ich war heute leider etwas zu früh dran …
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Infos und Tourbescheibung:
Dies ist eine Rundtour, die an der Bushaltestelle des Zoos in Eberswalde beginnt und endet. Zunächst geht es über die Straße ‘Am Wasserfall’ außen am Zoo entlang, dann wird gleich abgebogen in den Wald zur in einer Senke liegenden Herthaquelle. Dem Pfad wird gefolgt zum Herthateich, danach geht es außen um ein großes Sumpfgebiet herum wieder zum Fließ, bevor dem Flüsschen Schwärze gefolgt wird auf einem kaum erkennbaren Pfad im Wald. Nach dem Passieren eines weiteren Sumpfgebietes wird eine Datschenanlage durchquert und der Schwärze gefolgt nach Spechthausen hinein.
Der kleine Ort wird auf dem Radweg entlang der Landstraße verlassen, dann abgezweigt zum Nonnenfließ, dem in diesem Bereich wiederum sehr schön auf kaum erkennbaren Pfad gefolgt werden kann in Richtung des Forsthauses Geschirr. Nun folgt der Weg im Wald wunderschön dem Gewässerverlauf mit seinen vielen Mäandern auf der westlichen Seite bis zum Übergang mit Schutzhütte am ‘Liesenkrüz’, nach einem Sumpfabschnitt geht es wie gewohnt wieder am bachartigen Nonnenfließ entlang zur Steinernen Brücke. Das Gelände wird etwas offener und der Umkehrpunkt an der Neuen Mühle mit dem Lagersee wird erreicht.
Nun führt der Weg zurück auf der östlichen Seite des Fließes auf anderen Waldpfaden und ‑wegen, nur am ‘Liesenkrüz’ muss ein kurzer Abschnitt doppelt genutzt werden. Ab dem Forsthaus Geschirr geht es im Bogen über die Höhen nach Spechthausen, danach an der Schwärze entlang bis hin zur Wünschelbrücke, nach deren Überquerung und nach Umrundung des Zoo-Geländes wieder der Ausgangspunkt der Tour erreicht ist.
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