… die 113. und damit letzte Stadt in Brandenburg am Freitag den 13. — konnte das gutgehen?
Und ob, alles klappte bestens, mein ursprünglich für den Streiktag gestern gekauftes Bahnticket wurde anstandslos akzeptiert und Hin- und Rückfahrt funktionierten perfekt ins doch sehr abgelegene Mühlberg an der Elbe. Ich hatte speziell in diesem Fall mehrere sehr unterschiedliche Tourenvarianten durchgeplant und dann doch wieder verworfen. So wurde es eine Wanderung überwiegend auf dem Elberadweg vom gut erreichbaren sächsischen Riesa (ohne Stadtbesichtigung!) aus in die einzige Stadt an der Elbe im südlichen Brandenburg. Der Fahrradverkehr hielt sich heute sehr in Grenzen und ich konnte die Strecke ziemlich ungestört wandern.
Natürlich war das Wetter traumhaft wenn auch etwas zu heiß, die immer wieder tollen Ausblicke auf die hier noch nicht ganz so breite Elbe konnten begeistern. Nebenbei kam ich an der Stelle in Kreinitz vorbei, an der sich Ende April 1945 die Rote Armee und die US-Army zum ersten Mal begegneten, traf auf die schöne Kirche in Lorenzkirch und drehte am Ende eine Runde durch Mühlberg, das mir in seinem recht attraktiven Dornröschenschlaf gut gefiel. Besonders beeindruckt haben mich heute die Gedenk-Pegelstandsmarken von um die 10 Meter in den Orten entlang der Route, erreicht beim Jahrhunderthochwasser 2002 in der Gegend.
Trotz einiger naturbelassener (Deich-)Abschnitte habe ich heute sicher eher mal wieder Streckenwerbung für Radfahrer gemacht, die den Elberadweg in der Ecke noch nicht kennen ;-)
Sehr viel Spaß gemacht hat das Wandern trotzdem, auch wenn ich aufgrund des engen Zeitfensters diesmal auf Experimente weitestgehend verzichtet habe und nicht im Kartenmaterial vorhandene Wege näher an der Elbe sicher an den meisten Stellen möglich gewesen wären.
Hier nun die komplettierte Collection zu allen 113 brandenburgischen Städten: https://www.komoot.de/collection/1275723/-touren-durch-alle-brandenburgischen-staedte
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am Bahnhof in Riesa, am Ende der Bahnhofstraße führt der Weg gleich über die Elbebrücke und die komplett südlich der Elbe liegende Stadt wird verlassen. Nun geht es auf dem schmalen Elberadweg auf dem Deich zur Siedlung ‘Obere Elbhäuser’, am Dorf Bobersen vorbei in den größeren Ort Gohlis und meist auf dem asphaltierten Deichweg weiter ins kleine Zschepa.
Hier kann ein kurzes Stück der grasbewachsene Deich neben der Landstraße genutzt werden nach Lorenzkirch mit seiner schönen Kirche und dem Blick auf das toll im Hang gelegene Strehla am gegenüberliegenden Elbufer. Anschließend kürzt der Radweg eine Elbwindung bei Cottewitz ab und führt in den Ort Kreinitz, der besonders schöne Elbblicke in einer Flussbiegung bietet. Danach führt der Radweg auf Schotter zwei Kilometer weit durch einen Robinienwald zu einer kleinen Siedlung direkt an der sächsisch-brandenburgischen Grenze, auch hier wird dann alternativ zum Radweg eine Weile der grasbewachsene Deichweg genutzt.
Wieder zurück auf dem Elberadweg wird das Dorf Borschütz durchquert, auf einer Nebenstraße führt der Weg in Richtung des Borschützer Sees und durch den Deich getrennt an diesem entlang. Anschließend wird auf einen Feldweg gewechselt, der um das Nordufer des Sees herum nach Mühlberg hinein führt, direkt auf die Stadtpfarrkirche zu. Nach Umrundung des Sakralbaus geht es am Neustädter Markt am Rathaus vorbei und über die Schloßstraße zum Schloss, danach über die Köttlitzer Straße, die Hospitalstraße und die Herrenstraße zur Klosterkirche Marienstern am Altstädter Markt. Nach Durchquerung des Klosterareals wird an der Bushaltestelle im Triftweg abschließend das Ende dieser Tour erreicht.
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