… heute eine sehr frühe Wanderung durch den Grunewald, nachdem die geplante Ferntour aufgrund der zu erwartenden Witterung keinen Sinn machte. Dabei hatte ich mal wieder einige meiner Lieblingsabschnitte neu kombiniert, natürlich inklusive der beiden exponierten Gipfel, des Havelhöhenwegs sowie eines kurzen Abstechers hinab zum Havelstrand.
Nachdem ich seit über einem halben Jahr nicht mehr dort war, hatte mich sehr der Zustand des Grunewalds interessiert, der ja coronabedingt aktuell sehr viel mehr Besucher verkraften muss als üblich. Positiv überrascht hat mich, dass es — selbst auf dem Drachenberg — kaum Müll gab. Negativ dagegen mein Eindruck davon, dass die Decke vieler naturbelassener Wege durch die hohe Menge von Wanderern, Spaziergängern, Joggern und Mountainbikern nun stark verdichtet und oft knüppelhart ist. Sobald man aber einen Weg wählt, der etwas abseits liegt, sieht es schon wieder ganz anders aus.
Weggelassen hatte ich heute den Friedhof Grunewald-Forst, ansonsten ist es in der Art aber sicher eine meiner Lieblingsstreckenvarianten durch den Grunewald westlich der Avus. Das Ende vom Ausblick ‘Großes Fenster’ bis zum Kronprinzessinnenweg entsprach wieder dem barrierefreien Zugang, der mir deutlich besser gefällt als die Originalroute des Havelhöhenwegs am Strandbad Wannsee vorbei.
Die Fotos heute sind natürlich wegen des Lichts und des Regens jenseits von gut und böse, weshalb ich sie extra tief in den Farbtopf getaucht habe ;-)
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am S‑Bahnhof Heerstraße, zunächst geht es durch den schmalen Wald parallel zur Teufelsseestraße, am Parkplatz wird die Straße überquert und es geht direkt steil hinauf auf das Plateau des Drachenbergs. Das Plateau mit toller Fernsicht wird zur Hälfte umrundet, dann führt der Weg steil bergab und gleich wieder bergauf auf den Teufelsberg. Der Kletterturm wird passiert, danach geht es hinauf zur ehemaligen NSA-Abhörstation. Nach einem kurzen Stück entlang des Zauns geht es über die breite Schneise bergab, auf der 1986 ein einziges Ski-Weltcuprennen(!) in Berlin stattfand.
Am Teufelsfenn entlang führt der Weg zur Alten Spandauer Poststraße, dann auf einem der Hauptwege am Pechsee vorbei zum Forsthaus ‘Alte Saubucht’, danach auf dem ‘Schwarzen Weg’ weiter zum markanten Wegekreuz ‘Vier Eichen’.
Im großen Bogen geht es zum Anschluss an den Havelhöhenweg und auf diesem sehr schön pfadartig im Hang entlang der Taleinschnitte und später auf dem Plateau bis auf Höhe der Badestelle ‘Großes Fenster’. Hier führt der Weg hinab zur Havelchaussee und kurz auf dem Radweg an dieser entlang, bevor es wieder hinein in den Wald geht. Noch einmal wird dem Havelhöhenweg ein Stück gefolgt bis zur besonders schönen Aussicht quer über die Buchten zum Grunewaldturm.
Danach wird abgezweigt tiefer in den Wald hinein und immer dem diagonal zum südöstlichen Waldrand hin führenden Weg gefolgt. Über den Rosemeyerweg geht es nach Verlassen des Grunewalds über die Autobahnbrücke der Avus zum S‑Bahnhof Nikolassee, an dem diese Tour endet.
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