Vor ziem­lich genau 10 Jah­ren ist die­ses Buch im Ber­lin Ver­lag erschie­nen und ich hatte seit ewi­gen Zei­ten vor, es zu lesen.

Die Gele­gen­heit dazu ergab sich nun kürz­lich zum Jah­res­wech­sel auf den län­ge­ren Zug­fahr­ten zu mei­nen eige­nen Wanderungen.

Manuel Andrack kennt man sicher noch als ’nerdi­gen Side­kick’ aus der Harald-Schmidt-Show, danach hat er sich als renom­mier­ter Wan­der­ex­perte und Wan­der­buch­au­tor deutsch­land­weit einen Namen gemacht und er war auch schon zusam­men mit Man­fred Reschke von Bie­sen­thal aus nach Wand­litz­see unter­wegs, um sich die Natur­schön­hei­ten Bran­den­burgs zu erschließen.

In dem Buch ‘Das neue Wan­dern’ ver­suchte Andrack alle Strö­mun­gen und Aus­prä­gun­gen des Wan­derns, die auch nach zehn Jah­ren noch ebenso aktu­ell und zutref­fend sind, zu dif­fe­ren­zie­ren und er beschreibt seine Selbst­ver­su­che in allen Kategorien.

Bei­spiel­haft sei­nen hier das Genuss­wan­dern auf Pre­mium-Wan­der­we­gen, das Pil­gern, das ‘Mar­schie­ren’ auf Lang­stre­cken und das Fas­ten­wan­dern genannt. Neben­bei beschreibt er Skur­ri­li­tä­ten wie ein ‘Wan­der­fes­ti­val’ und er erzählt von sei­nen inter­na­tio­na­len Erleb­nis­sen zu Fuß, die mit der West­sa­hara, den schot­ti­schen High­lands und der Pari­ser Innen­stadt unter­schied­li­cher nicht sein könnten.

Mir hat das Buch sehr gut gefal­len in dem brei­ten Spek­trum, das es abdeckt. Wenn man schon andere Bücher von Andrack kennt, wird man sei­nen plau­der­haf­ten, manch­mal leicht süf­fi­san­ten Ton mögen und auch die gele­gent­li­chen plat­ten Albern­hei­ten verschmerzen.

Wich­tig finde ich am Ende als Quint­essenz aus dem Buch als jemand, der sich ja selbst zur Auf­gabe gestellt hat, das Wan­dern der Zukunft aktiv mit­ge­stal­ten zu wol­len, dass man die Tole­ranz auf­brin­gen muss, um alle For­men des Wan­dern zu respek­tie­ren und sie nicht bewusst von­ein­an­der abzugrenzen.

Zum Buch beim Piper-Verlag