… mal wie­der eine Tour aus dem uner­schöpf­li­chen ‘Stre­cken-Bau­kas­ten’ in der Gegend um Höhen­land / Bad Frei­en­walde heute. Nach mei­nen bei­den kürz­li­chen Tou­ren durch Hohen­fi­now merkte ich, dass mir der Aus­sichts­punkt ‘Lie­ben­stein’ in der Nähe noch fehlte. Kur­zer­hand hatte ich mir heute den 66-Seen-Weg durch den nörd­li­chen Teil des Gamen­grunds zum Cöthe­ner Park als lan­gen ‘Pro­log’ geplant und dann einen Stre­cken­teil nach Hohen­fi­now ange­han­gen, auf den ich bei ‘Wege­samm­ler’ Gre­gor auf­merk­sam gewor­den war.

Der dor­tige Hin­weis auf eine Ver­bin­dung, die nicht im Kar­ten­ma­te­rial exis­tiert, war der sprin­gende Punkt. Klappte alles her­vor­ra­gend in die­ser Kom­bi­na­tion mit der anfäng­li­chen bekann­ten schma­len Seen­kette, spä­ter an zwei rau­schen­den klei­nen Bach­läu­fen ent­lang, durch den immer wie­der sehens­wer­ten klei­nen Berg­park Cöthen und auf dem abwechs­lungs­rei­chen hüge­li­gen Abschnitt bis zum Ziel. Wie man sieht kom­men dabei auch für bran­den­bur­gi­sche Ver­hält­nisse ein paar Höhen­me­ter zusammen.

Zwei Dinge will ich nicht uner­wähnt las­sen: zwi­schen Fal­ken­berg und dem Lie­ben­stein durch­quert man ein schlauch­för­mi­ges Vieh­wei­den­tal mit ‘Schleu­sun­gen’, die Wei­den waren leer und daher der Abschnitt heute unkri­tisch. Der Auf­stieg auf den Lie­ben­stein führt eben­falls durch eine (heute leere) Vieh­weide und ist ziem­lich aben­teu­er­lich, da der Hang wirk­lich steil ist. Mein Tipp: auf jeden Fall in die­ser Rich­tung wan­dern, nicht umgekehrt …

Da viele Fotos wit­te­rungs­be­dingt recht mat­schig gewor­den sind, gibt es als Aus­gleich heute zwei kurze ‘Mood-Videos’:

Was­ser­fall im Cöthe­ner Park

Fließ im Hang des Cöthe­ner Parks

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der Bus­hal­te­stelle ‘Dorf’ in Leu­en­berg, zunächst wird der Ber­li­ner Straße in west­li­cher Rich­tung gefolgt, dann geht es hinab auf dem 66-Seen-Weg in den Gamen­grund, eine lang­ge­streckte eis­zeit­li­che Rinne mit sehr schö­ner ver­win­kel­ter Stre­cken­füh­rung. Der erste kleine See wird gleich pas­siert, es fol­gen zwei wei­tere nach Über­que­rung einer Land­straße. Es fol­gen noch ein­mal zwei Seen und nach Über­que­rung der nächs­ten Straße ein wei­te­rer See, bevor sich ein län­ge­rer Wald­ab­schnitt anschließt.

An wei­te­ren klei­nen Pfüh­len vor­bei geht es zum Teu­fels­see, bevor der deut­lich grö­ßere nörd­li­che Gamensee erreicht und in kom­plet­ter Länge ufer­nah pas­siert wird. Am Ende des Sees wird der mar­kierte Wan­der­weg ver­las­sen, nun geht es zwei Kilo­me­ter weit nord­öst­lich auf Wald­we­gen und anschlie­ßend über die Fel­der zum Orts­ein­gang von Cöthen. Das Dorf wird im Wald durch den sehens­wer­ten Cöthe­ner Park mit Was­ser­rad und Was­ser­fall umgan­gen, danach dem Bach­lauf ein Stück weit gefolgt.

Nach der Über­que­rung des Cöthe­ner Wegs geht es im Wald wei­ter am Bach­lauf ent­lang zu den im Hang gele­ge­nen Sied­lun­gen von Fal­ken­berg und am Orts­aus­gang kurz an der Land­straße ent­lang bis zum höchs­ten Punkt. Nun wird ein lan­ges, schlauch­för­mi­ges, als Vieh­weide genutz­tes Tal durch­quert, wobei zwei ‘Schleu­sen’ pas­siert wer­den müs­sen. Anschlie­ßend führt der hier wie­der mar­kierte Weg erneut durch eine Vieh­weide und sehr steil hin­auf zum Aus­sichts­punkt ‘Lie­ben­stein’.

Ent­lang der Wei­den und gar­niert mit zahl­rei­chen schö­nen Aus­bli­cken geht es an der Strau­ßen­farm in Hohen­fi­now vor­bei und der Guts­park wird durch­quert. Danach führt der Weg hinab durch ein schma­les Wäld­chen beglei­tet von einem Bach­lauf. Am Karls­werk wird auf die Beton­plat­ten des Müh­len­wegs getrof­fen, die­ser Weg führt bis nach Nie­der­fi­now hin­ein und zum dor­ti­gen Regio­nal­bahn­hof, an dem die Tour endet.