… die nächste Etappe des Wanderwegs ‘Rund um die Schorfheide’ habe ich heute absolviert, zwischen Chorin und Oderberg. Natürlich war hier das Kloster Chorin ein offensichtliches und wohlbekanntes Highlight, besonders beeindruckt hat mich aber der Feld- und Plattenweg hinter Brodowin vom Eickertberg zum Trompeterberg mit ‘Besteigung’ des Karpatenhügels, den ich noch nicht kannte. Malerischer kann die eiszeitlich geformte wellenartige Landschaft kaum durchwandert werden.
Die Komplettdurchquerung des Ökodorfs Brodowin hätte nicht unbedingt sein müssen, ich verstehe den Streckenentwurf an dieser Stelle aber vollkommen aus touristischer Sicht. Noch weniger wanderfreundlich für die Gelenke war der Anteil an groben alten Kopfsteinpflasterwegen, der bei gut 9 Kilometern lag.
Was mich aber zu einem langanhaltenden Kopfschütteln veranlasste war die Erkenntnis, dass Oderberg tatsächlich über eine 5 Kilometer lange ‘Sackgasse’ an den Rundweg angeschlossen ist (siehe Komplettstrecke zur Verdeutlichung: https://www.komoot.de/tour/284189645). Ich verstehe es unter dem Aspekt, dass dort ein übliches Etappenziel ist und ggf. übernachtet werden kann. Dann hätte man aber wenigstens ein wenig Kreativität für den Weg zurück zur Abzweigung des Rundwegs wählen können. So werden die vorrangigen Aushängeschilder der Gegend, der Pimpinellenberg und weitere sehenswerte Aussichtspunkte ins Tal der Alten Oder überhaupt nicht berücksichtigt, warum auch immer …
Insofern bleibt mein Eindruck von dieser Etappe sehr zwiespältig, die Folgeetappe werde ich auf jeden Fall mit einigen Alternativabschnitten in Richtung Liepe ausstatten, um die Charakteristik eines echten Rundwegs besser zu erhalten.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe startet am Bahnhof in Chorin, der sich nahe am historischen Ortskern befindet. Das Dorf wird entlang des Angers durchquert, dann in den Hüttenweg abgezweigt, bevor es auf dem Klostersteig bergauf geht. Danach wird dem Waldpfad gefolgt, der die Verbindung zur Klosterallee herstellt. Am Waldseehotel wird auf den Amtssee getroffen und dessen Ufer auf dem gewässernahen Pfad gefolgt zum Klosterareal.
Am Amt entlang und dann direkt auf dem Trampelpfad neben der Landstraße wird anschließend dem Ufer des Sees gefolgt zu dessen östlichem Ende, wo auf den Amtsweg abgebogen wird. Nun folgt ein alter Kopfsteinpflasterabschnitt bis zum Dengler-Gedenkstein, danach ein weiterer etwas besser begehbarer Abschnitt auf leicht zugewachsenem Pflasterstein zum Forsthaus Theerofen. Es schließt sich ein zwei Kilometer langer fast schnurgerader Forstweg an nach Weißensee gefolgt von der Durchquerung der Siedlung. Der Hofladen wird passiert und danach das komplette Dorf Brodowin durchquert, wobei am Friedhof ein kleiner Abstecher zur Badestelle Gotteswerder nicht verpasst werden sollte.
Am Ende des Dorfs geht es auf dem Feldweg an der ehemaligen Kiesgrube vorbei sehr schön im gewundenen Verlauf durch die wellige Hügellandschaft leicht hinauf, besonderes Highlight ist der Aufstieg zum Karpatenhügel mit toller Aussicht in alle Richtungen. Nach dem Abstieg führt der Weg wieder hinauf, diesmal auf Betonplatten zu einer markanten Kreuzung ebenfalls mit bester Aussicht. Nun geht es erneut auf Kopfsteinpflasterwegen durch die Hügel zur kleinen Siedlung ‘Zaun’ anschließend auf der gleichen Unterlage durch den zusammenhängenden Wald knapp fünf Kilometer weit zu den Hügeln oberhalb von Oderberg.
Hinab führt der Weg wieder begleitet von weiten Ausblicken auf der Brodowiner Straße in den historischen Kern des Städtchens, der auf der Angermünder Straße durchquert wird. Noch einmal erfolgt ein kurzer Aufstieg über den ‘Langen Gang’ zur schönen Aussicht auf dem Albrechtsberg, dann geht es abschließend über Treppen hinab, an Kirche und Rathaus vorbei und durch eine Gasse zur Bushaltestelle ‘Stadtmitte’, dem Ziel dieser Etappe.
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