… Teil 3 des Wanderwegs ‘Rund um die Schorfheide’ komplett nach Vorgabe heute, bei wieder sehr suboptimalem Wetter: anfangs teilweise mit kurzen Regenschauern, später immer dunstiger und nebliger werdend bei nur schwachem Sonnenlicht. Trotzdem war diese Etappe bisher die positivste Überraschung des Rundwegs für mich, da meine Gesamterwartungen vorab sehr niedrig gewesen waren.
Auch heute musste ich feststellen, dass sich der neue Wanderweg komplett aus dem ‘Baukasten’ bereits bestehender markierter Wege bedient und diese wohl teilweise aus dem ‘Dornröschenschlaf’ vergangener Tage reanimiert. Den tollen Abschnitt zwischen Eichhorst und Wildau kannte ich bestens, den folgenden Streckenteil am Werbellinsee entlang und im Wald rund um das Jagdschloss Hubertusstock fand ich recht schön, er führte gut fünf Kilometer über Nebenwege durch den zusammenhängenden Forst der Schorfheide.
Es folgte die typische ‘Waldautobahn’ bis zur großen Badestelle bei Michen, dann drei Kilometer weit anstrengende und bei Nässe schwer zu begehenden Pflastersteinwege. Als positive Überraschung entpuppte sich auch der zunächst sinnlos erscheinende weite Schlenker kurz vor Joachimsthal, der sich aber als ganz schöner Lehrpfad für Erwachsene zu den Themen Jagd und Forstwirtschaft mit vielen Schautafeln und einigen DDR-Relikten entpuppte.
Alles in allem eine gelungene Strecke, die mein Vorurteil wiederlegte, dass man auf der nördlichen Seite des Werbellinsees nicht gut wandern kann.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe startet an der Bushaltestelle an der Schleuse in Eichhorst, nach Überquerung des Werbellinkanals geht es zunächst auf der Anhöhe im Wald um die Siedlung herum, bevor dem Kanal sehr schön bis zum Ortseingang von Wildau gefolgt wird. Über die Holzbrücke führt der Weg zurück auf die andere Seite des Gewässers und nach einem kurzen Abstecher zum sehenswerten Askanierturm geht es durchs Dorf zum nordwestlichen Zipfel des Werbellinsees.
Nun wird dem Seeufer sehr nah eine Weile auf naturbelassenen Wegen gefolgt bis zur Badestelle ‘Am Spring’, bevor der Weg in das dichte Waldgebiet der Schorfheide abbiegt. Etwa fünf Kilometer weit geht es meist auf Nebenwegen oder schönen alten Alleen durch den zusammenhängenden Forst rund um das Jagdschloss Hubertusstock, es folgen weitere zwei Kilometer auf einem breiten Forstweg bis hin zur großen Badestelle ‘Holzablage Michen’.
Erneut führt der Weg danach in den Wald, diesmal geht es jedoch etwa drei Kilometer über alte Pflastersteinwege hinauf in Richtung Joachimsthal. Kurz vor dem Ortsbeginn wird jedoch als Exkurs der ‘Rundweg um den Schulsee’ integriert, der als Lehrpfad fünf Kilometer weit um eine weite Auenlandschaft herum verläuft. Anschließend ist Joachimsthal erreicht, über die Schönebecker Straße und die Mühlenstraße führt der Weg hinab in das Städtchen zur Schinkel-Kreuzkirche, über die Schulstraße, die Templiner Straße und die Bahnhofstraße abschließend zum Bahnhof Joachimsthal, an dem diese Etappe endet.
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