… heute habe ich ein neues klei­nes Wan­der­pro­jekt ange­fan­gen, in den nächs­ten Wochen werde ich den frisch mar­kier­ten Wan­der­weg ‘Rund um die Schorf­heide’ (Mar­kie­rung: blauer Kreis mit Strich nach unten) im nörd­li­chen Bar­nim abwan­dern und doku­men­tie­ren. Dies war heute im erstaun­lich hart­nä­cki­gen Nebel die erste Etappe, die ich mir eher spon­tan her­aus­ge­pickt hatte.

Lange hatte ich über­legt, ob ich den Weg streng nach Vor­lage wan­dern oder gleich basie­rend auf mei­nen Erfah­run­gen ‘ver­bes­sern’ soll, da ich die gesamte Gegend inzwi­schen sehr gut kenne. Es wurde und wird sicher ein Mit­tel­weg, bei dem ich geplant oder spon­tan einige per­sön­li­che Opti­mie­run­gen ein­flie­ßen las­sen werde. Dies war heute im Bereich des Gra­bow­sees der Fall, bei bes­se­rem Wet­ter hätte ich eben­falls noch den Eiser­bu­der See und den Bukow­see integriert.

Die Stre­cke zwi­schen Eich­horst und Bie­sen­thal beinhal­tet natür­lich zwei Filet­stü­cke der Region, zum einen das Finow­tal mit sei­nen ver­win­kel­ten Auen­land­schaf­ten und zum ande­ren den Wer­bel­lin­ka­nal, der spe­zi­ell zwi­schen Eich­horst und Rosen­beck wun­der­schön ist.

Den Rest der Weg­füh­rung dazwi­schen fand ich recht gut gelöst, auch wenn der end­los erschei­nende gleich­för­mige Weg im Wald zwi­schen der Schleuse Gra­fen­brück und dem Rast­platz Pöhlitz­brück sich ganz schön in die Länge zog. Trotz — oder viel­leicht auch gerade wegen — der beson­de­ren Wit­te­rungs­ver­hält­nisse gefiel mir die Tour echt gut, auch wenn ich sie sicher in der Form noch ein­mal in der Sonne wie­der­ho­len möchte, um sie ’stan­des­ge­mä­ßer’ zu dokumentieren.

Zu dem Wan­der­weg ‘Rund um die Schorf­heide’ gibt es online noch keine Infor­ma­tio­nen, mir liegt aber die offi­zi­elle GPX-Datei vor. Der Weg ist vor Ort bereits erst­klas­sig mar­kiert und aus­ge­schil­dert, aben­teu­er­lus­tige Inter­es­sen­ten kön­nen sich also selbst auf den Weg machen oder abwar­ten, bis ich die Etap­pen kom­plett absol­viert habe und sich dar­aus der Gesamt­weg ergibt.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Etappe beginnt in Eich­horst an der Bus­hal­te­stelle ‘Schleuse’, zunächst geht es am Wisent­denk­mal vor­bei zum Wer­bel­lin­ka­nal und über die Brü­cke auf die andere Ufer­seite. Nun wird dem Gewäs­ser zwei Kilo­me­ter weit sehr ufer­nah gefolgt, anfangs noch durch die Sied­lung, danach wun­der­schön natur­be­las­sen auf einem schma­len Pfad bis zur Sied­lung Rosen­beck. Hier erwei­tert sich der Kanal zum Rosen­beck­see, nach einem kur­zen Abste­cher zum Rast­platz wird noch ein kur­zes Stück dem Kanal gefolgt, bevor der Weg auf schma­len Pfa­den abwei­chend von der Mar­kie­rung durch den Wald führt, bis der breite Forst­weg der Ori­gi­nal­stre­cke wie­der erreicht ist.

Danach wird noch ein­mal die mar­kierte Route kurz ver­las­sen, um näher an den schön gele­ge­nen Gra­bow­see zu gelan­gen und einen Blick auf den Zufluss des male­ri­schen Flie­ßes zu wer­fen. Es folgt ein wei­te­rer Abschnitt im Wald in der Nähe des Kanals, der dort von einem Sumpf­ge­lände umge­ben ist, bis hin zum Pech­teich­see. Der Weg führt auf einem Pfad zwi­schen der Land­straße und dem See­ufer zur klei­nen Sied­lung Pech­teich, nach Über­que­rung der Land­straße wird die Was­ser­tor­brü­cke pas­siert, die den Oder-Havel-Kanal über­spannt. Anschlie­ßend wird dem Rad­weg im Wald gefolgt zur Schleuse Gra­fen­brück, nach Über­que­rung des Finow­ka­nals geht es noch ein wenig wei­ter auf dem Trei­del­weg, bevor am Forst­haus auf den Wald­weg abge­bo­gen wird.

Etwa sechs Kilo­me­ter weit wird nun den eher brei­ten Forst­we­gen durch den Misch­wald gefolgt, nur unter­bro­chen durch die Über­füh­rung der Auto­bahn, bis der mar­kante Rast­platz ‘Pöhlitz­brück’ erreicht wird. Der Wan­der­weg zweigt nun ab und mäan­dert am Rande der Sumpf­wie­sen, die den Bach­lauf der Finow umge­ben, durch die idyl­li­sche Auen­land­schaft, wobei ver­ein­zelte kleine ‘Wald­in­seln’ durch­quert wer­den. Am Ende die­ses knapp drei Kilo­me­ter lan­gen Abschnitts wird die Wehr­mühle pas­siert, auf dem Wehr­müh­len­weg geht es durchs Tal und anschlie­ßend an Klein­gär­ten vor­bei über den Hege­see­weg nach Bie­sen­thal hin­ein. Hier wird nach einer klei­nen Runde durch den his­to­ri­schen Orts­kern über die Schul­straße und die Kirch­gasse am Markt­platz mit sei­nem hüb­schen Fach­werk-Rat­haus das Ende der Etappe erreicht.