… heute bei knackig kaltem aber sonst perfektem Wanderwetter wieder eine Tour mit sehr unterschiedlichen Facetten, im Havelland und am Rhinkanal entlang.
Mein vorrangiges Ziel war, den ältesten Flugplatz der Welt in Stölln, von dem aus Flugpionier Otto Lilienthal seine Flugversuche unternahm bis er dabei schwer verunglückte, in eine attraktive längere Tour zu integrieren. Hat auch soweit sehr gut funktioniert, nur die letzten zehn Kilometer waren leicht monoton.
Unter anderem bin ich dabei auch an der ‘Lady Agnes’ vorbeigekommen, dem Interflug-Verkehrsflugzeug IL-62, das 1989 dort spektakulär auf einer Graspiste gelandet wurde, um es an der ehemaligen Wirkungsstätte von Lilienthal als Museumsobjekt abzustellen. Hier ein Video dazu:
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet an der Bushaltestelle ‘Grundschule’ mitten in Rhinow, zunächst geht es über den Marktplatz an der Stadtkirche vorbei, dann wird über die Wilhelm-Külz-Straße und die Turmstraße der Ort nach Südosten hin verlassen. Der Mühlenberg wird auf naturbelassenen Wegen überquert, die Milchviehanlage wird passiert, dann geht es durch die kleine Siedlung an der Apfelallee hindurch und der Flugplatz Stölln wird fast komplett außen umrundet.
Am Fuß des Gollenbergs führt der Weg direkt an der grasbewachsenen Start- und Landebahn vorbei, bevor es bergauf auf den Rundweg geht, in dessen Verlauf die Denkmale zu den historischen Flugversuchen Otto Lilienthals aufgesucht werden. Dabei ergeben sich außerdem sehr schöne weite Ausblicke in die Landschaft, bevor der Weg wieder bergab führt zur ausgestellten Interflug-Maschine ‘Lady Agnes’. Von dort geht es ins Dorf Stölln hinein, auf einem Umweg durch den Bürgerpark führt der Weg in den Ortskern, danach gleich wieder auf Feldwegen aus der Siedlung hinaus und in einem längeren Abschnitt durch die Wiesen zum Deich des Rhinkanals.
Etwa vier Kilometer weit wird dem Verlauf des Kanals sehr direkt auf den Deichen gefolgt, rund um den Dreetzer See wird auf eine Sandpiste gewechselt, die etwas entfernt vom Gewässer durch hohes Schilf und später durch den Wald verläuft. Am Ende des Sees wird kurz eine einsame schmale Landstraße genutzt, dann geht es auf Plattenwegen zur Streusiedlung Michaelisbruch, wo ein letztes Mal auf den Rhinkanal getroffen wird, bevor ein weiterer längerer Abschnitt auf Plattenwegen ansteht bis hin zur Bundesstraße.
Der Bundestraße wir wenige hundert Meter weit auf ihrem breiten Randstreifen gefolgt, dann abgebogen auf einen Feldweg, der an Ackerflächen entlang hinüber zur Kreisstraße führt. Über den begleitenden Radweg wird abschließend der Bahnhof Friesack erreicht, an dem diese Tour endet.
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