… heute nach einem kurzen Arbeitstag wieder eine Etappe des Fontanewegs F5. Für mich waren einige kleine Überraschungen dabei, in einigen Abschnitten hätte ich persönlich allerdings auch andere Wegvarianten gewählt.
Absolutes Highlight war für mich heute der Südwestkirchhof Stahnsdorf, der zweitgrößte Friedhof in Deutschland, den ich als kleinen Exkurs eingebaut habe. Mit den vielen verwitterten Mausoleen und tempelartigen Grabstätten im üppigen Grün bietet er schon eine besondere Atmosphäre, die durch die faszinierende hölzerne Friedhofskapelle noch verstärkt wird.
Einige besonders trübe Fotos am Anfang der Tour habe ich heute ausnahmsweise mal stark mit HDR Efex Pro nachbearbeitet.
————–
Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe beginnt am Bahnhof Saarmund, einem leider typisch sterilen Regionalbahnsteig mitten im Nirgendwo. Zunächst sollte man sich nicht abschrecken lassen: der Weg führt erst einmal nicht so schön ein Stück an der Bahnbrache entlang, dann ein paar hundert Meter weit auf der Landstraße bis zu einer Straßenkreuzung. Am Grützegraben wird danach über die Felder abgebogen in das verschlafene Dörfchen Philippsthal hinein, das in der Folge der Länge nach durchquert wird.
Nun führt der Weg über Pflastersteinwege und Sandpisten zunächst auf die Autobahn zu, dann in einem Bogen zwischen Pferdekoppeln hindurch zum FriedWald Nuthetal-Parforceheide. Hier geht es dann weiter auf schmaleren Wegen durch ein schönes Waldstück, es wird eine Landstraße überquert und weiter geht es in die Parforceheide. Über einen sehr geraden, breiten Forstweg geht es nun weiter in nördlicher Richtung. Hier verläuft eine historische Meßstrecke zur Höhenmessung aus dem Jahr 1913, an der Strecke befindliche kleine Obelisken zeugen von den Fixpunkten der Höhenmarken.
Am Ende des langen Geradeaus-Abschnitts biegt der Weg nach Osten ab, auf dem Priesterweg geht es dann durch den Wald und später an zwei obskuren Gewerbegebieten mit offensichtlicher DDR-Vergangenheit vorbei zu einer kleinen Siedlung, die durchquert wird. Nun ändert der Weg wieder die Richtung und führt durch sehr sandiges und heideartiges Gelände nach Südosten, danach weiter an Agrarflächen vorbei nach Osten bis zum Güterfelder Haussee. Die Südspitze des Sees wird umrundet auf einem schönen schmalen Waldweg bis zur Badestelle in Güterfelde, dann führt der Weg hinauf zum herrlichen Schloss Gütergotz.
Am Schlosspark entlang geht es zum Kirchplatz und weiter durch das Dorf bis zur Feldstraße, über die in Richtung der Bundesstraße abgebogen wird. Nach Überquerung der Straße wird am Seematenweg ein sehr schönes Landschaftsschutzgebiet durchquert, hier sollte man unbedingt den schmalen Trampelpfad gegenüber dem Feldweg am Rand vorziehen. Danach ist Stahnsdorf erreicht und über die Heidestraße, die Potsdamer Allee und die Bahnhofstraße führt der Weg zum Eingang des Südwestkirchhofs Stahnsdorf, der der zweitgrößte Friedhof in Deutschland ist.
An dieser Stelle sollte unbedingt zumindest der kleine Exkurs (ca. 500 Meter je Richtung) zur hölzernen Friedhofskapelle angehängt werden, es lohnt sich auf jeden Fall. Anschließend geht es über die Bahnhofstraße zur Alten Potsdamer Landstraße, die sich zumeist als etwas monotone Sandpiste durch die Siedlung zieht. Auf Höhe des Kastanienwegs wird durch ein kleines Wäldchen abgezweigt hinunter zum Teltowkanal, hier empfehle ich zumindest einen kurzen Abstecher zur Machnower Schleuse mit ihrem imposanten Brückenhaus.
Abschließend ist dann über die Wannseestraße am Restaurant ‘Waldschänke’ mit der gleichnamigen Bushaltestelle der Endpunkt dieser Etappe erreicht.
Hinterlasse einen Kommentar