… momentan gehe ich den ‘Teltower Dörferweg’ zum Füllen der Lücken zwischen den Fernwanderwegsetappen und um meinen Tagesschnitt zu halten. Dies war heute der erste von drei Teilen, die Aufzeichnung ist ausnahmsweise uneditiert, da die GPS-Abtastung sehr gut war. Regelrecht erschrocken war ich darüber, wie ungepflegt und teilweise zugemüllt die Randbereiche von Zehlendorf sind. Hätte ich in vielen Berliner Randbezirken erwartet, hier aber definitiv nicht. Ansonsten bestand die Etappe überwiegend aus dem entsprechenden Mauerweg- und Teltowkanalabschnitt.
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Infos und Tourbeschreibung:
Der ‘Teltower Dörferweg’ ist der ‘Grüne Hauptweg Nr. 15’ der Stadt Berlin ( https://ssl.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/berlin_move/de/hauptwege/weg15.shtml ), er verläuft über knapp 50km an der südlichen Stadtgrenze zwischen dem Grunewald und dem Zusammenfluss von Spree und Dahme. Da Anfang und Ende des Gesamtwegs mit öffentlichen Verkehrsmittel etwas schwer zu erreichen sind, habe ich dort jeweils knapp einen Kilometer abgeschnitten und den Zugang optimiert.
Diese Teiletappe startet am U‑Bahnhof ‘Onkel Toms Hütte’, durch gediegene Wohngegenden in Zehlendorf geht es über den Siebenendenweg an zahlreichen Sportplätzen vorbei, dann um den Städtischen Friedhof herum und quer durch das ganz schöne kleine Gemeindewäldchen.
Anschließend wird der längliche Paul-Mebes-Park durchquert und unter der Bahntrasse hindurch geht es weiter am Buschgraben entlang durch ein leider nicht sehr gepflegtes parkähnliches Areal am Graben, das sich an Wohn- und Gewerbegebieten entlang erstreckt. Die überwucherte Trasse der ehemaligen Stammbahn wird überquert, dann geht es weiter am Buschgraben entlang bis zum Auftreffen auf den Mauerweg. Ich bin hier nicht der offiziellen Route weiter gefolgt sondern über einen wilden Weg am Ufer des Buschgrabensees weitergegangen.
Dieser trifft am Ende des Sees wieder auf den Mauerweg und nun geht es weiter an dem sumpfigen Graben mit üppigem Schilfbewuchs und Ausblick auf schöne Villen gegenüber in Kleinmachnow. Um die ehemalige Teltow-Werft herum geht es hinunter zum Teltowkanal, dem nun auf einem langen schönen asphaltierten Abschnitt bis zum Teltower Damm gefolgt wird. Hier wird der Mauerweg verlassen und es geht danach weiter auf einem schmalen Pfad am Ufer entlang, leider wurde im Herbst 2016 dort fast die gesamte schöne Vegetation abgerodet. In Höhe der ehemaligen Spinnstofffabrik kann man — verbotenerweise! — durch den Zaun gehen und sich hinter dem Damm das verfallene Klärwerkareal anschauen.
Der Weg verläuft anschließend über die außergewöhnliche Brücke am Stichkanal, durch ein schönes kleines Wäldchen und wieder weiter überwiegend auf Asphalt direkt am Teltowkanal bis zur Brücke an der Wismarer Straße. Hier wird die Kanalseite gewechselt mit schönem Blick auf das imposante Kraftwerk Lichterfelde, dann geht es wieder am Kanal ein Stück zurück, um das Areal des ‘Vereins für Körperkultur Berlin Südwest’ herum und durch Wohngebiete, bis wieder der Mauerweg erreicht ist.
Der Weg verläuft nun auf dem schneisenartigen Grünzug des ehemaligen Mauerverlaufs um die Südspitze von Lichterfelde herum, dann an den Bahngleisen wieder ein Stück nach Norden zum S‑Bahnhof Lichterfelde Süd, dem Ziel dieser Etappe.
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